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Teltow-Fläming Jüterboger entdecken ihre Wassertürme
Lokales Teltow-Fläming Jüterboger entdecken ihre Wassertürme
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04:38 19.04.2016
Mit Brita Hannemann ging es zu Jüterbogs Wassertürmen. Quelle: Victoria Barnack
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Jüterbog

Brita Hannemann hat zwei große Leidenschaften. Die erste, das Wandern, ist mittlerweile nicht mehr nur ein Hobby für sie. Die Jüterbogerin wurde vor vier Jahren vom Deutschen Wanderverband als Wanderleiterin zertifiziert und bietet seitdem verschiedene Touren und regelmäßige Treffen für Wanderlustige aus ihrer Heimat. Als zweite Leidenschaft hat sie die Heimatkunde für sich entdeckt. Oft erklärt sie deshalb die Flora und Fauna im Fläming. Manchmal wird es aber auch geschichtlich. Beide Leidenschaften konnte sie am vergangenen Sonntag verbinden – bei ihrer ersten Wanderung zu den Jüterboger Wassertürmen.

Acht Kilometer lange Tour zu sechs Türmen

„Die neue Route spricht genau diese Mischung aus Wanderfreunden und Geschichtsinteressierten an“, sagte Brita Hannemann. Entstanden war die Idee zur acht Kilometer langen Tour ganz spontan in einem ihrer regelmäßigen Kurse. „Da standen wir am Wasserturm und haben uns gefragt, wie viele Wassertürme Jüterbog eigentlich hat“, berichtete sie. Die unterschiedlichen Antworten machten Brita Hannemann neugierig.

Im Internet schloss sie sich mit anderen Wanderern und historisch interessierten Jüterbogern zusammen und stellte fest: „Es sind insgesamt sechs Wassertürme.“ Obwohl alle sechs Speicher zumindest von außen erreichbar sind, kennen die meisten Jüterboger nur fünf.

Brita Hannemann mit ihrer Wandergruppe. Quelle: Victoria Barnack

Wo steht der sechste Wasserturm? Diese Frage machte neugierig – 20 Wanderer folgten Brita Hannemanns Einladung. Der erste Stopp barg noch keine Überraschungen. Der „Rapunzelturm“ am alten Bahnbetriebswerk ist Brita Hannemanns Lieblingsturm. „Er sieht wirklich aus wie aus einem Märchen“, sagt die Wanderleiterin.

Drei Wassertürme auf dem alten Militärgelände Jüterbog II

Anschließend ging es weiter in Richtung Jüterbog II. Gleich drei Wassertürme wurden dort in dem ehemals militärisch besetztem Gebiet erbaut. „Alle stammen aus den Jahren zwischen 1890 und 1910“, erläuterte Brita Hannemann. Denn obwohl die Wanderleiterin spezialisiert ist – auf Gesundheitswanderungen – ist sie kein Geschichtsexperte. „Aber zu meiner Ausbildung gehörte auch ein theoretischer Teil, in dem wir gelernt haben, bestimmte Dinge zu erklären“, sagte sie.

Der unscheinbarste aller sechs Wassertürme wartete schließlich bei der Überquerung des Bahnhofs. Neben dem Gebäude, das heute von den Mitarbeitern der Bahn zum Aufenthalt genutzt wird, steht er. „Mir ist er selbst nie aufgefallen, bis er mir neulich gezeigt wurde“, gab die Gesundheitswanderführerin zu. Immerhin ist er der kleinste aller Jüterboger Wassertürme.

Von Victoria Barnack

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