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Teltow-Fläming Jüterboger entdeckt Riesen-Ei
Lokales Teltow-Fläming Jüterboger entdeckt Riesen-Ei
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17:20 30.10.2016
Steffen Knobinger weiß: So ein Riesen-Ei hat nicht jeder in der Schachtel. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Wenn es so weiter geht, hat Steffen Knobelsdorf bald ein Riesenproblem: Wo bitte gibt es Eierbecher im XXL-Format? Genau solche aber scheint der Jüterbog bald zu brauchen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr bescherte ihm sein Goldhuhn ein Riesen-Ei. Beim Neumarktfest Anfang September gehörte er damit sogar zu den Preisträgern des Produkte-Wettbewerbs. Das Ei, das er vor wenigen Tagen im selbstgebauten Hühnergehege auf seinem Hof in der Triftstraße fand, ist mit stolzen 132 Gramm wieder eine Legeleistung im XXL-Format.

„Angefangen hat alles, als mein Sohn Alexander von seiner Oma Nanny fünf Hühner und einen Hahn geschenkt bekam“, erinnert sich der Hobbyzüchter, der eigentlich gelernter Elektriker ist. 20 Jahre liegt die Schenkung mittlerweile zurück. Gemeinsam bauten Vater und Sohn damals den ersten Stall, damit sich die tierischen Eier-Lieferanten bei ihnen wohlfühlen können. Nach und nach wuchs der Bestand auf ein gutes Dutzend an. „Derzeit gackern hier 16 Hühner, der Hahn ist vor kurzem gestorben“, sagt Knobelsdorf, der nach dem Auszug seines Sohnes dem vorher gemeinsamen Hobby treu blieb.

Als ein Broiler plötzlich Eier legt

Ab und an kauft Steffen Knobelsdorf ein paar Broiler hinzu, die nach 30 Tagen Schlachtreife haben. Auch das Wunderhuhn, das er im Frühjahr kaufte, wäre schon nicht mehr, wenn es nicht plötzlich und für den Züchter überraschend damit begonnen hätte, Eier zu legen, die von Anfang an größer waren als die üblichen 70- bis 75-Gramm-Eier. „Das fand ich spannend, so dass der Broiler am Leben blieb und nun schon ein halbes Jahr alt ist“, sagt Knobelsdorf und zeigt auf das weiße Huhn im Gatter, das auch an Körpergröße seine Mitbewohner deutlich überragt.

„Sogenannte Broiler sind so gezüchtet, dass sie nicht nur mehr fressen, als andere Hühner, sondern auch schneller ansetzen, weswegen sie eigentlich nicht lange leben, weil der Kreislauf da nicht lange mitspielt“, erläutert der Züchter.

Rekord-Ei wandert erstmal nicht in die Pfanne

Als Grund, dass auch die Eier seies Huhns so ungewöhnlich groß sind, vermutet Knobelsdorf die Zusammensetzung des Futters. Dieses besteht größtenteils aus dem Biertreber, einem Nebenprodukt aus der Brauerei seines Sohnes. „Auch die Hühner eines anderen Züchters aus Jüterbog, der mit dem Treber aus der Knobinger-Brauerei füttert, findet seither deutlich größere Eier im Nest“, sagt er.

„Das Rekord-Ei wandert noch nicht in die Pfanne. Mal sehen, ob ich es irgendwie konserviert bekomme“, sagt Knobelsdorf. Erfahrung damit hat zumindest sein Sohn. Elf Jahre ist es her, dass die Familie schon einmal mit einem kuriosen Ei in die Märkische Allgemeine kam. Damals war es ein besonders kleines Ei, kaum größer als ein Fingernagel. Bis heute bewahrt Alexander Knobelsdorf das Mini-Ei in seinem ehemaligen Kinderzimmer auf.

Von Uwe Klemens

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