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Jüterboger gründen „Runden Tisch Asyl“

Kirche, Vereine, Firmen und Kitas wollen Flüchtlingen helfen Jüterboger gründen „Runden Tisch Asyl“

In Jüterbog hat sich eine Initiative zur Flüchtlingshilfe gebildet. Sie will Bewohner des Heims im Waldauer Weg beim Zurechtfinden in der fremden Umgebung unterstützen. Am „Runden Tisch Asyl“ stimmten sich die Akteure unter Moderation von Pfarrer Bernhard Gutsche und seiner Kollegin Mechthild Falk kürzlich im evangelischen Gemeindehaus über ihre Angebote ab.

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Quelle: dpa

Zur Initiative zählen neben der Kirche auch Vertreter von Verwaltung, Unternehmen und Vereinen sowie engagierte Einzelpersonen. Einig sind sich alle, dass die Flüchtlinge ihr Dasein nicht allein im Heim fristen sollen. Niemand erwartet, dass jemand in eine fremde Umgebung kommt, die Sprache nicht spricht, sich aber alle Informationen allein zusammensucht. Deshalb ruft die Initiative alle Jüterboger dazu auf, als „Lotsen“ die Flüchtlinge bei komplizierten Angelegenheiten zu begleiten, zum Beispiel zu einem Integrationskurs in der Kreishandwerkerschaft, der bis Jahresende läuft. Bei solchen Kontakten werden Sprachfähigkeiten trainiert. Lotsen sind beispielsweise nötig, um den Weg zum Jugendklub oder zum Fußballverein zu zeigen.

Viktoria Jüterbog hat angeboten, Kinder zu trainieren. Nun soll im Verein erfragt werden, ob auch junge Männer zum Training kommen dürfen. Die Lehrlinge von Sik-Holz in Langenlipsdorf möchten die Flüchtlinge zum Fußballspiel einladen. Gemeinsam mit der Pfarrerin wollen sie das Heim im Waldauer Weg besuchen. André Holländer aus Jüterbog, der im Jugendamt im Bezirksamt Berlin Treptow-Köpenick arbeitet, hofft, dass weitere Vereine ihre Angebote für ein Netzwerk vorlegen. Bei den Boxern hat ein Flüchtling selbst gefragt, ob er trainieren darf.

Hilfe von und für Asylbewerber

In der Kita „Petzis Kinderland“ könnten nachmittags Kinder aufgenommen werden, wenn die Plätze der Kleinen frei sind, die mittags geholt werden. Kleinkinder werden dienstags in der Krabbelgruppe der kirchlichen Kita erwartet.

Doch wegen der fehlenden Kita- und Schulplätze in Jüterbog stand von Anfang an fest, dass kaum Familien nach Jüterbog geschickt werden sollen. Momentan sind vier Familien mit Kindern dort. Nicht optimal sei, dass 20 Frauen mit einer Überzahl von 95 Männern dort leben, befand Holger Lehmann vom Vorstand des Diakonischen Werks im Kreis.

Doch die Asylbewerber warten nicht nur auf Hilfe, sie wollen etwas geben. So möchte eine Frau aus Kenia jeden Mittwochnachmittag Englischnachhilfe für deutsche Kinder geben – kostenlos und unter dem Dach der Kirche im „Treffpunkt Arche“ am Dammtor in der Mönchenstraße 1.

Englischkurs-Anmeldung bei Mechthild Falk unter Tel. 033732/50087. Bei Facebook gibt es die Gruppe „Flüchtlingshilfe Jüterbog“.

Von Gertraud Behrendt

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