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Jüterboger sind zufriedener

Umfrage zur Lebensqualität Jüterboger sind zufriedener

Die Ergebnisse einer Online-Umfrage zur Jüterboger Lebensqualität zeigen, dass die Einwohner immer zufriedener mit der Lebensqualität in ihrer Stadt sind. Ein Großteil der geäußerten Kritik bezieht sich auf Defizite bei Wirtschaft, dem Zustand von Straßen und Freizeitangeboten. Bürgermeister Arne Raue (parteilos) hat die Kritik sofort zurückgewiesen.

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Im Rathaus Jüterbog sieht man die teils kritischen Umfrage-Ergebnisse gelassen.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Die Ergebnisse einer Online-Befragung zur Lebensqualität in der Stadt Jüterbog zeigen ein durchaus positives Bild der Bürger von ihrer Stadt. Bei der Kernfrage nach der allgemeinen Lebensqualität der Stadt antworteten drei von vier Teilnehmern mit „gut“ oder „sehr gut“. Bei der vorangegangenen Umfrage aus dem Jahr 2009 waren nur zwei Drittel der Teilnehmer dieser Ansicht.

Für das historische Stadtbild und das kulturelle Angebot vergaben demnach die meisten Bürger Pluspunkte. Auch bei den wirtschaftlichen Perspektiven der Region und dem Arbeitsplatzangebot spüren die Teilnehmer zumindest eine Verbesserung – allerdings sieht die große Mehrheit in den Verdienstmöglichkeiten in und um Jüterbog weiterhin eines der größten Probleme. Schlechte Straßen und Wege, sowie mangelnde Weiterbildungs- und Freizeitangebote dominieren bei der Nennung von Problemen.

Die Arbeitsgemeinschaft Städtekranz, zu der Jüterbog mit sechs weiteren Brandenburger Städten gehört, hat den Fragebogen mit einer Agentur entwickelt und ausgewertet. Nach 2004 und 2009 handelt es sich bereits um die dritte Umfrage zur Lebensqualität in Jüterbog. Sechs Wochen lang konnten Bürger Mitte des vergangenen Jahres teilnehmen. Dank umfangreicher Werbung konnte die Teilnehmerzahl von 55 auf 370 erhöht werden. Repräsentativ sei die Umfrage laut Kathrin Burghardt vom Stadtmarketing zwar noch immer nicht, doch hätten Bürger aus allen relevanten Altersschichten und Bildungsgraden daran teilgenommen. Die Ergebnisse sollen in aufbereiteter Form demnächst auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden. Bei der Vorstellung der Umfrage im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing am Dienstagabend wies Bürgermeister Arne Raue (parteilos) eine Reihe der Kritikpunkte zurück. So sei er vor allem von angeblich fehlenden Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche überrascht. „Wir leisten uns als Stadt überdurchschnittlich viele Kulturangebote, von denen sich viele an Jugendliche richten, darunter zwei Jugendklubs, die sehr unterschiedlich angenommen werden“, sagte Raue. Bei mangelnden Weiterbildungsangeboten verwies er auf private Anbieter.

Die wirtschaftliche Entwicklung fördere die Stadt dagegen mit „moderaten Steuersätzen für Unternehmer“. Der Zustand der Straßen und Wege wurde in der Umfrage am häufigsten als Problem benannt. Dazu sagte Raue: „Wir haben einen langfristigen, großen Plan und sanieren jährlich ein oder zwei Straßen, sowie vereinzelt Fuß- und Radwege“.

Der Stadtverordnete Udo Reich (Für Jüterbog) forderte Lösungsvorschläge von der Verwaltung. Falk Kubitza (SPD), der Vorsitzende der Stadtverordneten, sagte, dass man „nicht nur die Kreativität der Verwaltung, sondern auch der Stadtverordneten nutzen“ müsse. Er zog eine positive Bilanz. Seit 2009 habe eine Verschiebung stattgefunden, „die Leute sind zufriedener geworden“.

Von Peter Degener

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