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Jüterbogs Kitas sind voll belegt

Kindereinrichtungen in Jüterbog an der Kapazitätsgrenze Jüterbogs Kitas sind voll belegt

Seit sieben Jahren ist die Zahl der Geburten stabil, jährlich werden mehr als 100 Kinder geboren. Mittlerweile sind die Kitas voll, auch in den Grundschulen der Stadt gibt es bereits Platzprobleme. Der Jüterboger Sozialausschuss informierte sich in dieser Woche vor Ort in der Kita „Pittiplatsch“ in Kloster Zinna über die Situation.

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Sozialausschussmitglieder in der Kita „Pittiplatsch“ Kloster Zinna. Rechts das Natur-“Labor“.

Quelle: Martina Burghardt

Kloster Zinna. Der Kindergarten Kloster Zinna könnte gut als Symbol für die Nachwuchsstatistik der Stadt Jüterbog herhalten. Die Anzahl der Kinder, die dort betreut werden, hat sich nämlich in den vergangenen sieben Jahren verdoppelt. „Die Einrichtung stand schon mal kurz vor der Schließung“, erinnerte Jutta Tukai, die zuständige Amtsleiterin, die Mitglieder des Sozialausschusses, die sich Anfang dieser Woche dort versammelt hatten.

Nicht nur die Anzahl der Kinder und Erzieher ist gestiegen, auch an der Ausstattung hat sich einiges verändert, vieles davon mit Hilfe der Eltern. „Extrem viel“ sogar, präzisierte Jutta Tukai, die darüber hinaus die pädagogische Arbeit der Erzieherinnen lobte. Kita-Leiterin Karin Herfurth ließ beim Rungang durch die Räume die Schwachstellen nicht aus. Dringend notwendig ist eine neue Sanitärinstallation für die größeren Kinder. Den Stadtverordneten gab sie diesen Wunsch mit auf den Weg. Sozialausschussvorsitzende Maritta Böttcher (Linke) wollte keine falschen Hoffnungen wecken, versprach aber, dies bei der Kontrolle der Prioritäten zu berücksichtigen. Die energetische Sanierung der Kita Kloster Zinna steht zwar mit auf der Liste, aber eben nicht ganz vorn.

Tatsächlich rechtfertigt die Entwicklung der Kinderzahlen in Jüterbog die Bemühungen um die Modernisierung der Kindertagesstätten. Von deren baulichem Zustand hängt die Betriebserlaubnis ab. Einen Ausfall kann sich die Stadt nicht leisten, schon jetzt gibt es eine Warteliste für bis zu 40 Kinder. Die gute Nachricht – „Jüterbog stirbt nicht aus“ – ergänzte Jutta Tukai mit dem Hinweis: „Es gibt keine freien Kita-Plätze.“ Die Kapazitäten mitsamt aller genehmigten Ausnahmen – also plus 15 Prozent – seien ausgeschöpft.

Die Geburtenzahlen seien stabil. Seit 2007 werden durchschnittlich 103 Neugeborene im Jüterboger Standesamt angemeldet. Und es gibt „sehr viele erwerbstätige Eltern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz haben“, wie Jutta Tukai berichtete. Ein wenig wird sich die Situation Anfang nächsten Jahres entspannen. Dann soll der Umbau der Kita „Spiel mit“ fertig sein. 15 zusätzliche Plätze entstehen dort (die MAZ berichtete).

Die Knappheit in den Betreuungseinrichtungen macht sich mittlerweile auch in den Grundschulen bemerkbar. Darüber finden bereits Gespräche mit den Schulleitern statt, wie Jutta Tukai die Ausschussmitglieder informierte. Über zu erwartende zusätzliche Flüchtlingsfamilien wurde nicht gesprochen, darüber kann im Moment auch nur spekuliert werden. Vermutlich werden die vollen Kindergärten und Schulen die Kommunalpolitiker in nächster Zeit noch öfter beschäftigen.

Fakten zur Kita in Kloster Zinna

Die Kita „Pittiplatsch“ in Kloster Zinna wurde 1989 eröffnet. Sie hat den gleichen Funktionsbau wie der jetzige Lindenhort und die Kita „Glühwürmchen“.

60 Kinder bis sechs Jahre werden in Kloster Zinna von acht Erzieherinnen betreut. 2007 waren es 29 Kinder und vier Erzieherinnen.

Im Jahr 2007 wurde für die jüngsten Kita-Kinder ein Waschraum rundum modernisiert.

Das Platzproblem ist in Kloster Zinna dasselbe wie in den anderen Kitas. Die Kuschelecke dient inzwischen als Bettenlager, das Personal-WC steht im Heizungsraum. Gut, dass die Natur im Kita-Konzept eine wesentliche Rolle spielt: Die Kinder sind ganz viel draußen zum Spielen und Lernen.

Von Martina Burghardt

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