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Jüterbogs junge Senioren sind vereinsmüde

Seniorenverband feiert 25. Jubiläum Jüterbogs junge Senioren sind vereinsmüde

Wenn auch die Renten in Ost und West noch immer nicht angeglichen sind und die Zahl der älteren Bürger wächst, bekommen die Seniorenverbände im Land Probleme mit sinkenden Mitgliederzahlen. In Jüterbog feiert der lokale Ableger des Seniorenverbands jetzt sein 25. Jubiläum.

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Alfons Neuhaus lädt zum Jubiläum des BSV ein.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Der Jüterboger Ortsverband des Brandenburgischen Seniorenverbands (BSV) feiert in diesen Tagen sein 25-jähriges Bestehen, doch trotz der Überalterung der Gesellschaft steht der Vorsitzende Alfons Neuhaus vor einem Problem: Mitgliederschwund. Nur noch 72 Mitglieder hat der Ortsverband derzeit. 107 waren es zu Hochzeiten im Jahr 2009. Die ältesten Mitglieder sind bereits 96 Jahre alt, das jüngste „nur“ 63 Jahre. Sinkende Mitgliederzahlen durch Wegzug oder Tod können durch neue Mitglieder nicht ausgeglichen werden.

Nachbarverbände schon aufgelöst

Die Ortsverbände in Luckenwalde und Treuenbrietzen haben sich wegen „fehlender Führung“ bereits aufgelöst und nach 23 Jahren im Ehrenamt findet sich auch kein Nachfolger für das Vorstandsamt von Neuhaus. „Es ist eine andere Generation von Rentnern herangewachsen“, sagt der 81-Jährige etwas resigniert. Wer jetzt Rentner werde, brauche nicht die Orientierung, wie sie vor allem in den 1990er Jahren notwendig war.

Geschichte

Am 15. Mai 1991 gründete sich in Jüterbog eine Ortsgruppe des „Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen“ (BRH).

2009 trat der Brandenburger Verband aus dem BRH aus, um seine Gemeinnützigkeit zu erhalten und nannte sich in Brandenburger Seniorenverband (BSV) um.

Als Mitgliedsbeitrag für den Verband sind derzeit 0,4 Prozent der monatlichen Rente vorgesehen.

Am 15. Mai 1991 hatte sich der Seniorenverband noch unter anderem Namen in Jüterbog gegründet, um vor allem früheren Polizisten, Verwaltungsbeamten, Post-, Bahn und Justizangestellten im Ruhestand nach einem Arbeitsleben in der DDR bei der Eingliederung in das System der Bundesrepublik zu helfen. „Es ging vor allem um Rentenangelegenheiten“, sagt Neuhaus. Zwar sind die Renten in Ost und West bis heute nicht angeglichen, aber mittlerweile liegt der Fokus des BSV-Ortsverbands auf gemeinsamen Radwanderungen, Kegelnachmittagen oder Vorträgen – wenn auch Politik immer Thema in den Runden sei.

Ehrung treuer Mitglieder

Von den 15 Gründungsmitgliedern sind noch immer fünf in Jüterbog aktiv. Sie werden am kommenden Mittwoch für ihre 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Doch Neuhaus lädt zur Jubiläumsfeier des Ortsverbands nicht nur jüngere oder ältere Mitglieder ein. „Alle, die dem Verband nahestehen, sind herzlich eingeladen“, sagt er. Ab 13.30 Uhr erwartet die Gäste am 25. Mai ein Festprogramm in der Gaststätte „Schmied zu Jüterbog“. In seiner Rede will Neuhaus auf 25 Jahre zurückblicken, aber auch nach vorn: „Was uns bedrückt sollte gesagt werden, aber wir möchten optimistisch in die Zukunft schauen.“

Von Peter Degener

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