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Jugendarbeiter wird noch immer gesucht

Altes Lager Jugendarbeiter wird noch immer gesucht

Während die Gemeinde Niedergörsdorf noch immer einem weiteren Jugendarbeiter sucht, hat sich im Jugendraum „Jump“ in Altes Lager trotz des Personalmangels eine feste Gemeinschaft von Jugendlichen und ihren zwei Betreuerinnen entwickelt. Ein weiterer Kollege wäre großartig, aber vor allem an der Einbindung der Eltern fehlt es den zwei Jugendarbeiterinnen bislang.

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Marika Gerlach (l.) und Mandy Balke sind Ansprechpartner für die Jugendlichen im Jugendraum „Jump“ in Altes Lager.

Quelle: Peter Degener

Altes Lager. Besonders viele Kinder und Jugendliche gibt es in Altes Lager im Vergleich zu den anderen Ortsteilen der Gemeinde Niedergörsdorf. Dort gibt es mit dem Jugendraum „Jump“ auch die einzige feste Anlaufstelle für Jugendliche. Anderswo haben Jugendliche zwar freiverwaltete Räume samt Schlüssel – in Altes Lager stehen ihnen aber nicht bloß viele Räume zur Verfügung, sondern auch zwei Ansprechpartner: Marika Gerlach und Mandy Balke.

Hintergrund

Vom 10. bis 12. August fahren die Jugendarbeiter gemeinsam mit der Christlichen Glaubensgemeinschaft Niedergörsdorf und interessierten Jugendlichen zu einem Ferienlager nach Bestensee (Dahme-Spreewald).

Niedergörsdorfer Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren sind zur Fahrt mit zwei Übernachtungen eingeladen, die Teilnahmegebühr beträgt durch Unterstützung des Arbeitslosenverbands Brandenburg 30 Euro pro Person.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine Anmeldung ist bis 28. Juli möglich unter Tel. Telefon  03 37 41/6 97 13.

Bis zu 20 Kinder und Jugendliche kommen jeden Dienstag und Mittwoch zu den beiden, wenn der Treff in angemieteten Räumen der Diakonie im Eichenweg geöffnet ist. „Weil hier ein Spielplatz ist und weil hier meine Freunde sind“, begründet das der zehnjährige Thor. Und im Wald könne man auch nicht Tischtennis spielen. „Wir können mit persönlichen Problemen zu den Betreuern gehen. Die haben immer eine Antwort oder einen Rat“, sagt die 18-jährige Sabrina, die schon als Kind regelmäßig zu Gast war und mit den Jugendarbeiterinnen aufgewachsen ist.

Angebote standen auf der Kippe

Vor einem Jahr standen die Angebote des „Jump“ kurzzeitig auf der Kippe. Anfang 2015 war ein Förderprogramm ausgelaufen, durch das vier Bürgerarbeiter in der Einrichtung als Betreuer arbeiten konnten. Danach mussten die Öffnungszeiten stark eingeschränkt werden.

„Es war unvorstellbar, dass dieser Ort verloren gehen könnte“, sagt Mandy Balke, die in Altes Lager wohnt. „Gerade die Kinder hier brauchen einen Ansprechpartner“, so die Mutter von drei Kindern. Sie engagierte sich selbst und unterstützt nun im Auftrag der Gemeinde die Jugendarbeiterin Marika Gerlach im Ortsteil. „Ich kenne die Kinder“, sagt Balke. „Sie ist eine Insiderin“, bestätigt Marika Gerlach.

Für die Jugendarbeiterin ist das „Jump“ nur eine von vielen Aufgaben in der großen Gemeinde Niedergörsdorf. In offener Jugendarbeit steht sie auch den Kindern der freiverwalteten Räume als Ansprechpartner zur Verfügung und kümmert sich um Projekte an der Grundschule Blönsdorf.

Zwei Bewerbungen

Eine weitere 30-Stunden-Stelle ist seit längerem unbesetzt. Zwei Bewerbungen hatte es laut Hauptamtsleiterin Andrea Schütze gegeben. Doch die Gespräche führten am Ende nicht zur Einstellung. Die nötige Qualifikation der Bewerber schränkt die Bewerberzahl ein, denn ein Sozialpädagogik-Studium ist zwingend. Doch in diesem Bereich herrscht laut Schütze Personalmangel. „Auch, wenn Marika Gerlach allein ist, läuft es sehr gut. Wir sind sehr zufrieden“, sagt sie. Über Mandy Balkes Engagement und ihren Zugang zu den Jugendlichen sei sie ebenfalls „sehr froh“.

Wenn es nach den beiden Damen ginge, ist der Kreis der möglichen Bewerber sogar noch eingeschränkter: „Ich würde einen Mann als Kollegen bevorzugen“, sagt Gerlach, „es gibt viele Jungs hier, die man mit Sport erreicht und ein Mann könnte den Jungs auch mal Grenzen zeigen.“ „Es fehlt an Action, wir basteln, reden und spielen Gesellschaftsspiele“, gibt auch Mandy Balke zu. Ein Wunsch der beiden wäre ein stärkerer Kontakt zu den Eltern ihrer Schützlinge.

Am 16. Juli ab 14 Uhr wird der erste Geburtstag des Spielplatzes neben dem „Jump“ gefeiert. Dort möchten Gerlach und Balke auch als Ansprechpartner für die Eltern auftreten.

Von Peter Degener

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