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Teltow-Fläming Jugendberufsagentur mit 7700 Beratungen
Lokales Teltow-Fläming Jugendberufsagentur mit 7700 Beratungen
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21:35 29.09.2016
Partner an einem Tisch: Schulrat Christoph Kürschner, Anja Spiegel von der Agentur für Arbeit Potsdam, Landrätin Kornelia Wehlan und Volker Basche, Jobcenter TF (v.l.n.r.). Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

„Es war eine richtige und wichtige Entscheidung, diese Jugendberufsagentur ins Leben zu rufen“, sagt Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Gemeinsam mit Anja Spiegel von der Agentur für Arbeit in Potsdam, Volker Basche vom Jobcenter Teltow-Fläming und Schulrat Christoph Kürschner zieht sie im hellen und freundlich eingerichteten Empfangsraum der Jugendberufsagentur (JBA) in Luckenwalde eine erste Halbjahresbilanz des gemeinsamen Projekts.

Soziale Fürsorge und Arbeitsvermittlung

Mit der JBA im Kreis Teltow-Fläming wurde eine gemeinsame Organisationsform gefunden, die alle Bereiche wie Arbeitsvermittlung, soziale Fürsorge, Berufs- und Ausbildungsberatung abdeckt. An dem Tisch, an dem sich die Herrschaften versammelt haben, finden normalerweise die Beratungsgespräche mit den Jugendlichen statt. Und der Tisch ist nicht einer dieser respekteinflößenden Amtsschreibtische, sondern eher eine Ablage in Kniehöhe, an dem man locker auf einem der Hocker sitzt – sowohl die Berater als auch die Jugendlichen, die hier Rat suchen.

Arbeitslose im September

5349 Arbeitslose waren Ende September bei der Arbeitsagentur Teltow-Fläming gemeldet – 92 weniger als im Vormonat und 326 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 5,9 Prozent.

In Geschäftsstellenbezirk Zossen liegt die Quote bei nur 4,6 Prozent. Dort sind 2582 Arbeitslose registriert, 52 weniger als im August und 193 weniger als im September 2015.

Im Bezirk Luckenwalde liegt die Quote bei 8,2 Prozent. Dort sind 2767 Arbeitslose gemeldet, 40 weniger als im Vormonat und 133 weniger als vor einem Jahr.

213 Flüchtlinge stehen seit September dem Arbeitsmarkt zusätzlich zur Verfügung. Trotzdem sind die Gesamtzahlen deutlich zurückgegangen. „Es kommt niemand schlechter in Arbeit wegen der Flüchtlinge“, sagt Anja Spiegel von der Arbeitsagentur.

Zehn Prozent aller erwerbsfähigen SGB-II-Empfänger wurden in Arbeit vermittelt.

Es ist gerade ein halbes Jahr her, dass die Jugendberufsagentur an den Standorten in Luckenwalde und in Zossen eröffnet wurde. Teltow-Fläming hatte als erster Landkreis in Brandenburg diesen Weg beschritten und man bereut es laut Landrätin Wehlan bis heute nicht. „Die Jugendberufsagentur ist inzwischen zu einer Marke geworden“, lobt sie den Erfolg dieser Einrichtung.

Jugendarbeitslosigkeit gestiegen wegen junger Flüchtlinge

Doch wie lässt sich dieser Erfolg messen? An den derzeitigen Zahlen jedenfalls nicht auf den ersten Blick. So gibt es mit 449 arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren 93 mehr als noch vor einem Jahr. Es gebe durchaus einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesem Alterssegment, meint Anja Spiegel, allerdings auch einen starken Zugang insbesondere von Flüchtlingen, von denen ein Großteil jünger als 25 sei. Dadurch würden die positiven Effekte der JBA überlagert.

Mit Hilfe der Jugendberufsagentur soll Jugendarbeitslosigkeit künftig erst gar nicht entstehen, sondern gleich nach dem Schulabgang oder gar -abbruch verhindert werden. Hier geht es erstmal darum, welche Ausbildung oder Studium überhaupt zu einem passt. Studienplätze werden nicht vermittelt, aber Ausbildungsplätze. Und die Mitarbeiter der Agentur helfen den Jugendlichen bei der Vorbereitung auf die Ausbildung und auch während der Ausbildung sobald sich Probleme auftun.

7700 Beratungsgespräche in der Agentur

Und selbst nach einer abgeschlossenen Ausbildung ist die Agentur noch gefragt, wenn die jungen Leute nicht übernommen werden. „Ein Viertel unserer Unter-25-Jährigen“, sagt Spiegel, „hat eine fertige Berufsausbildung. Ich kann die Arbeitgeber nur ermuntern, sich einen davon zu nehmen.“

7700 Beratungsgespräche haben in dem halben Jahr stattgefunden. „Hier nimmt man den Jugendlichen an die Hand“, sagt Basche, „und geht mit ihm in den nächsten Raum.“ Oder man setzt sich gleich mit allen an einen Tisch. So hat es schon etwa 150 Gespräche mit besonders schwer zu vermittelnden Jugendlichen gegeben, an denen alle Behördenvertreter beteiligt waren, denn kein Jugendlicher soll verloren gehen, lautet die Devise.

Von Hartmut F. Reck

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