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Teltow-Fläming Jugendklub weicht Kita
Lokales Teltow-Fläming Jugendklub weicht Kita
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00:30 26.04.2018
Das bisher als Jugendklub genutzte Gebäude (re.) soll dem Anbau für die Kita weichen. Quelle: Uwe Klemens
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Blönsdorf

40 Mädchen und Jungen vom Krippen- bis zum Vorschulalter besuchen derzeit die Blönsdorfer Kindertagesstätte „Spielkiste“. Platz, um weitere Kinder aufzunehmen und damit dem Bedarf an Kita-Plätzen gerecht zu werden, gibt es nur noch wenig. Ein Erweiterungsanbau soll Abhilfe schaffen. Weichen muss dafür jedoch das Gebäude des bisherigen Jugendtreffs.

Kaum Nutzer im Jugendklub

„Im Gegensatz zur Kita wird der Jugendklub nicht mehr gebraucht“, sagt Ortsvorsteher Jörn Martin, der sich nicht daran erinnern kann, dass sich in den letzten zehn Jahren mehr als ein oder zwei Jugendliche darin aufgehalten hätten. Und selbst das nur sehr unregelmäßig. „Dafür den Raum mit allen Unkosten zu halten wäre Quatsch“, so Martin.

Auch wenn Anfang Juli mit dem Teilabriss des ohnehin nicht sehr ansehnlichen Flachbaus begonnen wird, stehen Jugendliche bei Bedarf nicht ohne Bleibe da. „Das Feuerwehrgebäude ist groß genug und soll nun so hergerichtet werden, dass Jugendliche dort miteinander ihre Freizeit verbringen können“, zeigt sich der Ortsvorsteher glücklich über die gefundene Lösung. Auch der Aspekt, dass so sich im Feuerwehr-Haus Jung und Alt ganz zwanglos unter einem Dach begegnen können, möglicherweise dabei sogar Interesse für die Arbeit in der Wehr entsteht, spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Ob von den wenigen Jugendlichen im Ort überhaupt jemand vom neuen Angebot Gebrauch machen wird, bleibt abzuwarten.

Mehr Platz für Kinder und Betreuer

In der „Spielkiste“ hingegen werden die Kinder und ihre sechs Betreuer künftig mehr Platz haben. „Geplant ist ein Anbau mit zwei großen Gruppenräumen für die Kinder unter drei Jahren, plus den dazugehörigen Sanitär- und Garderobenbereich“, erläutert Bau- und Ordnungsamtsleiterin Claudia Neumann. Bereits im April erfolgte die Ausschreibung für den Teilabriss des Jugendklubs und für den Neubau, inklusive aller sonstigen Leistungen wie Rüstungsbau, Zimmerer-, Dachdecker- und Fensterbauerarbeiten. Die Arbeiten sind inzwischen in fünf Losen vergeben worden. In der ersten Juli-Woche rücken die Bauleute an.

Der 400 Kubikmeter umfassenden Rohbaus soll als sogenanntes Porotonmauerwerk, also aus Lochziegeln, entstehen. Das 150 Quadratmeter große Flachdach erhält eine Trapezblecheindeckung. Dazu kommen 15 Quadratmeter Fassadenelemente und zwei Kunststofffenster. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 250 000 Euro.

Auch in der Schule soll gebaut werden

Nur wenige Schritte weiter, an der Grundschule Thomas Müntzer, soll es im Laufe des Sommers ebenfalls Bauarbeiten geben. Auch hier geht es um eine Kapazitätserweiterung, denn die Schule leidet seit langem ebenfalls unter Raumnot. Vier neue Klassenräume sind geplant.

„Die Planungen sind abgeschlossen und die Ausschreibung mittlerweile erfolgt“, sagt die Bauamtsleiterin. Ob die Lose tatsächlich, wie bislang geplant, bereits am 19. Juli vergeben werden können, hängt davon ab, ob und wie viele Firmen sich an der Ausschreibung beteiligen. „Das könnte schwierig werden, denn die Auftragsbücher der Baufirmen sind voll, zumal bei solchen Betrieben, die für ein solches Projekt in Frage kommen“, sagt Neumann: „Und ein Schulanbau ist schließlich kein Null-Acht-Fuffzehn-Bau, an den sich jede Baufirma rantraut.“

Auch über die genaue Höhe der Kosten weiß man erst dann Bescheid, wenn die Angebote vorliegen. Die vorläufige Kostenschätzung beläuft sich auf etwas mehr als eine halbe Million Euro.

Von Uwe Klemens

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