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Teltow-Fläming Jugendliche für Theaterprojekt gesucht
Lokales Teltow-Fläming Jugendliche für Theaterprojekt gesucht
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00:20 12.01.2016
Pfarrerin Ramona Rohnstock. Quelle: Ev. Kirchenkreis
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Jüterbog

Wer nicht die gleiche Sprache spricht, kann andere Wege der Kommunikation finden, um sich kennenzulernen, etwa spielerisch seine Erfahrungen und Erlebnisse vermitteln. Auf diesem Grundgedanken beruht das „Theater der Begegnung“, das noch in diesem Monat in Jüterbog ins Leben gerufen wird. In dem Projekt sollen intensive Kontakte zwischen Jugendlichen geknüpft werden, die aus der Region stammen und die hierher geflüchtet sind. Für das integrative Projekt werden noch Jugendliche ab 16 Jahren gesucht.

Die Idee zum gemeinsamen Theaterspielen hatte die Jüterboger Pfarrerin Ramona Rohn-stock mit der Potsdamerin Lilli-Marie Lauschus, die in Jüterbog Deutschkurse für Flüchtlinge gegeben hat. Lauschus besitzt Theatererfahrung und hatte bereits im November mit Mitteln der Integrationsbeauftragten des Landes ein Theaterwochenende in Flecken Zechlin bei Rheinsberg organisiert. „Das Spielen ist eine Methode, um sich und andere intensiv kennen zu lernen. Wir haben Szenen erarbeitet und schnell kamen Geschichten auf den Tisch, da waren alle ganz Ohr, die Sprache selbst war dabei nicht relevant“, erzählt Lauschus. Mit Kostümen und beim Rollenspiel brach das Eis zwischen den einander unbekannten Jugendlichen. Viele halten bis heute Kontakt miteinander.

„Nach diesem Wochenende waren die Flüchtlinge völlig begeistert und haben gefragt, ob wir das wiederholen können“, sagt Pfarrerin Rohnstock. Statt eines einzelnen Wochenendes soll das Theater der Begegnung in diesem Jahr bis zu einer Aufführung heranwachsen. Der Auftakt ist vom 22. bis 24. Januar im Gutshaus Wahlsdorf. In den folgenden fünf Monaten sind acht Probenwochenenden in Jüterbog geplant – vereinzelt sogar mit Übernachtungen, damit ein intensiver Austausch der Menschen und Kulturen angeregt wird. Die Schauspielerin und Theaterpädagogin Nicole Kleine aus Berlin wird die Jugendlichen bei diesem Experiment anleiten.

Das Ziel ist eine Premiere beim Flüchtlingsfest im Jugendklub Jüterbog II am 25. Juni. „Wir suchen insgesamt acht Jugendliche, die aus Jüterbog oder auch der weiteren Umgebung sind. Weil es ein paar Übernachtungen gibt, lohnt es sich auch, wenn man etwas weiter weg wohnt“, verspricht Pfarrerin Rohnstock. Da ein Engagement über so viele Wochenenden für Jugendliche nicht einfach sei, stelle es kein Problem dar, wenn die Teilnehmer an einzelnen Terminen verhindert sind. Die Teilnahme ist für alle Jugendlichen kostenfrei.

Finanziert wird das Projekt aus Spenden und Fördermitteln. So werden Zuwendungen an die Flüchtlingshilfe Jüterbog investiert. Die Pfarrerin hofft zudem auf Fördermittel des Landes, auf Lotto-Gelder und eine Beihilfe des Kirchenkreises. Und sie betont: „Es gibt keinerlei religiöse Bezüge oder Andachten“, die Kirche organisiere das Projekt allein im Rahmen ihrer Flüchtlingshilfe.

Info: Interessierte Jugendliche sollten sich bis zum Dienstag in der evangelischen Gemeinde unter nikolai-gemeinde@web.de oder direkt bei Pfarrerin Ramona Rohnstock unter  0 33 72/3 98 39 19 melden.

Von Peter Degener

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