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Teltow-Fläming Jugendliche randalieren regelmäßig im Nuthepark
Lokales Teltow-Fläming Jugendliche randalieren regelmäßig im Nuthepark
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00:21 30.09.2017
Der idyllische Nuthepark – doch in jüngster Vergangenheit gerät er wegen seiner Besucher zunehmend in die Kritik. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Der Luckenwalder Nuthepark – bis vor kurzem als grünes Idyll in der Innenstadt gepriesen – gerät zunehmend in die Kritik. Vornehmlich Jugendliche würden dort bis in die Nacht randalieren, den Park verschandeln und friedliche Bürger belästigen.„Als Anwohner haben wir dort ein massives Lärm- und Müllproblem“, sagte Tilo Sommerfeld in der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetensitzung. „Die jungen Leute hören bis in die Nacht laute Musik und jagen mit dem Moped quer durch den Park. Meine Frau traut sich abends nicht mehr allein dort lang“, so Sommerfeld. Nach der Reinigung durch den Bauhof würden die Jugendlichen alles wieder vermüllen.

Mehrmals hat Sommerfeld das Ordnungsamt verständigt, ganze neun Einträge hat er bereits im städtischen „Kummer-Portal“ „Maerker“ hinterlassen. „Geändert hat sich nichts, man hat mir die Telefonnummer des Ordnungsamtes mitgeteilt“, empörte sich Sommerfeld. Nach seiner Wahrnehmung sind die Verursacher nur in wenigen Fällen Migranten, sondern meistens Minderjährige, die im neuen Krisennotdienst im Haag 5 untergebracht sind, und weitere Jugendliche.

35 Hausverbote für den Rewe-Markt

Das bestätigt Matthias Böker, Inhaber des Rewe-Marktes am Nuthefließ. „Auch vor unserem Markt gammeln, rauchen und saufen sie, beschmieren das Parkhaus und belästigen die Kunden“, sagte er der MAZ. Dazu käme regelmäßiger Ladendiebstahl. Etwa 35 Hausverbote hat der 31-Jährige den Jugendlichen in den vergangenen Monaten ausgesprochen. „Der Höhepunkt war, als zwei 13-Jährige sieben Flaschen Wodka geklaut haben, um sie an 14-Jährige weiterzuverkaufen“, berichtet Böker. Die Handy-Ladestation habe er wieder abbauen lassen, weil sie ständig zerlegt wurde; das Kunden-WC könne nur noch mit Schlüssel benutzt werden.

Bürgermeisterin: Keine schnelle Lösung

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) hat keine schnelle Lösung parat. Aber: „Mit dem Jugendamt und dem Betreiber des Krisennotdienstes wird es einen Runden Tisch geben“, sagte sie. Außerdem soll der Park im nächsten Jahr einer „Erfrischungskur“ unterzogen werden. Und man wolle dem Ordnungsamt Verstärkung durch einen Wachschutz zur Seite stellen. „Aber das muss natürlich alles bezahlt werden“, sagte sie.

Die CDU-Stadtverordneten drängen auf eine schnelle Lösung. „Ich habe an den Polizeipräsidenten geschrieben und um Hilfe gebeten“, sagte Sven Petke. „Wir dürfen nicht erst die Haushaltsdiskussion abwarten“, forderte Nadine Walbrach, „es muss ein Signal an die Bürger rausgehen, dass sich die Stadt jetzt kümmert.“ Christoph Guhlke fordert, das Thema im Ordnungsausschuss aufzugreifen. „Wir wollen junge Leute ja nicht verscheuchen, sondern ihnen Angebote machen“, sagte er der MAZ.

Von Elinor Wenke

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