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Teltow-Fläming Jugendwart fordert mehr Unterstützung
Lokales Teltow-Fläming Jugendwart fordert mehr Unterstützung
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00:20 22.10.2017
Der Klausdorfer Andreas Thiele ist Feuer und Flamme für die Freiwillige Feuerwehr Am Mellensee. Ob als Jugendwart oder Kraftfahrer bei Einsätzen. Quelle: Foto: Frank Pechhold
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Am Mellensee

Mehr Anerkennung und eine bessere finanzielle Ausstattung der Jugendfeuerwehr Am Mellensee, dafür setzt sich Gemeindejugendwart Andreas Thiele in einem Brief ein. Adressaten sind sämtliche Fraktionen in der Gemeindevertretung und alle acht Ortsvorsteher.

„Mit diesem Schreiben möchte ich niemand vor den Kopf stoßen“, betont Thiele. Vielmehr gehe es ihm darum, Probleme aufzuzeigen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Thiele ist seit 2014 Gemeindejugendwart. „Damals hatten wir 48 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Heute sind es einschließlich Kidsfeuerwehr 79 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren“, so Thiele. Im selben Zeitraum seien 32 junge Feuerwehrleute in den aktiven Dienst übernommen worden, den nun insgesamt 179 Kameraden leisten. „Für die Nachwuchsgewinnung ist die Jugendfeuerwehr also der Motor“, verweist Thiele auf die gute Bilanz. „Dafür möchten wir ein bisschen mehr Anerkennung und Unterstützung bekommen.“

Größtenteils auf Spenden angewiesen

Während die Zahl der Mitglieder deutlich gestiegen ist, blieb nämlich das zur Verfügung stehende Geld gleich. Seit die Jugendfeuerwehr Am Mellensee 2004 gegründet worden sei, hätten sich die Zuschüsse nicht erhöht, so Thiele. „Jährlich stehen uns 400 Euro zur Verfügung.“ Deshalb wäre man ständig auf Spenden angewiesen, die mit Hilfe des Kinder- und Jugendfördervereins Am Mellensee eingeworben würden. Pro Jahr kämen so zwischen 1700 und 3000 Euro zusammen. „Aber diese Spenden reichen jetzt nicht mehr aus, um alle Ausgaben zu stemmen“, sagt Thiele. Beispielsweise müsste jedes neue Mitglied eingekleidet und viele verschlissene Schutzhelme ersetzt werden. Ein neuer Kunststoffhelm koste zwischen 20 und 30 Euro, neue Schutzkleidung – Parka, Handschuhe, Helm, Hose, Jacke – zwischen 100 und 120 Euro.

Weiter brauche man Geld, um Veranstaltungen wie Geländelauf, Teilnahme am Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren, sportliche Wettkämpfe und Weihnachtsfeier zu finanzieren. „Die Basisarbeit leisten die Jugendwarte in den Ortsteilen“, sagt Andreas Thiele. Er sei nur der Lenker, stapelt er tief. Schließlich betreut der Gymnasiallehrer in seiner Freizeit freiwillig den Feuerwehrnachwuchs in Klausdorf und rückt auch zu Einsätzen mit aus.

Gesprächstermin steht noch aus

Thiele zufolge hätten alle Jugendwarte in den Ortsteilen den Brief unterzeichnet. „Wir wollen auf diese Weise zeigen, was wir leisten und was wir brauchen“. Mit dem eingeforderten Mehr an Anerkennung müsse eine Erhöhung der finanziellen Mittel im Haushalt 2018 einher gehen. „Deshalb fordern die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehren die politischen Vertreter auf, sich ihrer Verantwortung als Träger der Jugendfeuerwehr Am Mellensee bewusst zu werden“, so Thiele. Darüber wolle man möglichst bald ins Gespräch kommen.

Ein Gesprächstermin steht noch nicht fest. Beschlossen wurde, dass eine Beratung über den Inhalt des Briefes stattfinden soll. Das geht aus dem Protokoll der Hauptausschuss-Sitzung vom 4. September hervor. Hier wurde festgelegt, dass Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) zu einem zielführenden Gespräch einladen solle. Zum Teilnehmerkreis gehören die in Ortswehren und Ordnungsamt Zuständigen für Jugendfeuerwehr, Gemeindebrandmeister, Hauptausschussmitglieder und Ortsvorsteher.

Von Frank Pechhold

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