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Juniorclubs gegen Platznot im Hort

Krisentreffen zu Mellensee Juniorclubs gegen Platznot im Hort

Das DRK-Modell Juniorclub ist die kurzfristige Lösung für die Platznot im Hort der Gemeinde Am Mellensee. Das steht nach einem Krisentreff zwischen Bürgermeister und Jugendamt der Kreisverwaltung gestern Mittag fest. Langfristiges Ziel der Zuzugsgemeinde im Süden Berlins ist wie beim „Leidensgenossen“ Großbeeren ein Neubau.

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Im Fischerdorf Mellensee gibt es jetzt eine Hortlösung.

Quelle: Abromeit

Klausdorf. Ein Krisengespräch über die Platznot im Hort Mellensee gab es am Mittwochmittag zwischen dem Jugendamt des Kreises Teltow-Fläming und der Gemeinde Am Mellensee. Danach stand fest: Es gibt gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband eine Lösung. Wegen fehlender Hortplätze bleibt in der Gemeinde nach den Ferien kein Kind, dessen Eltern auf das Betreuen nach der Schule angewiesen sind, ohne Hortbetreuung.

Das DRK ist Träger des Mellenseer Jugendclubs „Explosiv“ und will dort eine Betreuung nach dem Vorbild des Juniorclubs in Ludwigsfelde anbieten. Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) sagte gestern: „Das Jugendamt hält die Räume für geeignet.“ Gegenwärtig gibt es in der Gemeinde Am Mellensee vier „ungelöste Fälle“: 99 Kinder sind in Mellensee angemeldet, dort gibt es aber nur 90 Plätze und nicht alle Eltern könnten nach Sperenberg ausweichen. Deshalb hatte man wie berichtet sogar erwogen, vor allem Eltern von Kindern der 3. und 4. Klassen zu bitten, in der Familie zu prüfen, ob sie tatsächlich einen Hortplatz brauchten.

Die Platznot war vorgestern auch Thema im Bildungs- und Sozialausschuss. Drei Mellenseer Hort-Erzieherinnen hörten sich die Diskussion sehr aufmerksam an. „Wir müssen doch den Eltern die Fragen beantworten, was nach den Ferien mit ihren Kindern passiert“, sagten sie. Sie erinnerten daran, dass manche Familien im Urlaub seien und von diesem Problem vielleicht noch gar nichts wüssten. Nun gibt es Antworten, wie Broshog sagt: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass fürs Erste alle Kinder bis zum 31. August betreut werden können.“ Man arbeite parallel, die Gemeinde lege dem Jugendamt bis morgen ein Konzept vor, das DRK gestalte in Frage kommende Räume bereits um, so dass keine Zeit verloren gehe. Neben dieser schnellen Lösung „bleibt ein Hortneubau natürlich weiter unser Ziel“, erklärt der Bürgermeister. Der DRK-Kreisverband betreut mit Juniorclubs sogenannte Schlüssel- oder Lückekinder – Schüler, die nicht regelmäßig einen Hort besuchen, aber nach dem Unterricht allein nach Haus gehen und die Zeit überbrücken müssen oder möchten, bis die Eltern von der Arbeit kommen. Das DRK öffnet Juniorclubs montags bis freitags ab Unterrichtsende, von den Erziehern werden Früh- und Spätbetreuung nach Anmeldung gewährleistet.

Der SPD-Bürgermeisterkandidat Bernd Setny hatte sich mit dem Hortproblem an Bildungsminister Günther Baaske (SPD) gewandt. Der bot zur Problemlösung ein Gespräch an. Das will Broshog schnell wahrnehmen und „Anträge auf eine mögliche materielle oder finanzielle Förderung“ stellen. Da auch Großbeeren und Baruth Hort-Platznot haben, schlägt Broshog gemeinsame Gespräche mit diesen Kommunen vor.

Von Jutta Abromeit

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