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Jury besucht Vierseithofcafé

Groß Schulzendorf Jury besucht Vierseithofcafé

Noch wenige Stunden zuvor hatte „Xavier“ gewütet. Und so genoss die Jury des Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ im Groß Schulzendorfer Vierseithofcafé von Katja List die Ruhe nach dem Sturm. Anschließend ging es nach Kallinchen, wo Ortsvorsteher Reinhard Schulz die Bewertungskommission empfing.

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Mein lieber Schwan. Strandbadabstecher in Kallinchen bei Regen.

Groß Schulzendorf/Kallinchen. Wohlige Wohnzimmeratmosphäre im Groß Schulzendorfer Vierseithofcafé „land.wirt.schaft“. Völlig verregnete Spritztour durch Kallinchen mit vielen kurzen Stopps an sehenswerten Stellen. Dieses Programm absolvierte die zehnköpfige Jury des Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ am Freitag.

Gemütlich wie in der guten Stube war es im Vierseithofcafé. Im Kamin prasselte ein munteres Feuer. An einem liebevoll dekorierten Tisch genossen die Juroren die Ruhe nach dem Sturm Xavier. Charmant zurückhaltend erzählte Gastgeberin Katja List, wie sich der Hof ihrer Großeltern verwandelt hat. Wo einst Kühe im Stall muhten, werden seit sechseinhalb Jahren Gäste mit selbst gebackenen Torten und Kuchen verwöhnt. „Das alles habe ich mit Unterstützung meiner Familie aufgebaut“, erzählt List von viel Arbeit, bei der auch Tränen geflossen seien. Sogar ans Aufgeben habe sie gedacht. „Aber wir haben es geschafft. Heute bin ich glücklich.“ Im April stieg ihr Sohn Robin List voll ein. Der Veranstaltungskaufmann kümmert sich mit darum, Hochzeitsgesellschaften in der großen Feierscheune glücklich zu machen. „Von Mai bis September haben wir 23 Hochzeiten ausgerichtet“, sagt Katja List. Auch für 2018 sei man mit Scheunenhochzeiten ausgebucht. Dann heiraten hier sogar zwei Paare aus der Schweiz. „Sie merken schon, wir sind begeistert“, bedankte sich Jury-Leiterin Silke Neuling bei List und drückte auf die Tube.

Schulz: „Dann ist auch der letzte Schandfleck verschwunden.“

In Kallinchen begrüßte Ortsvorsteher Reinhard Schulz die Juroren in der Heimatstube. Der malerisch am Motzener See gelegene Ort geht als Dorf, mit Heimatverein und Kalli GmbH in drei Kategorien beim Kreiswettbewerb ins Rennen. „Wir wollten ihnen eigentlich ein schönes Kallinchen präsentieren“, so Schulz. Aber auch hier habe Xavier gewütet. Überall seien Feuerwehrleute und Bürger dabei, umgestürzte Bäume weg zu räumen. „Wir können Sie hoffentlich ein bisschen beeindrucken“.

Erste Station war der Firmensitz der Energiequelle. Hier sei das ehemalige Geschäftshaus in der Hauptstraße 44 liebevoll in den Stammsitz der Firma einbezogen worden, so Schulz. Besonders erfreulich sei, dass der alte Gutshof endlich Gestalt als Gestüt mit Reithalle annehme. „Dann ist auch der letzte Schandfleck verschwunden.“ Gelungen wäre auch die Renovierung der im Jugendstil gebauten „Villa Prosch“, so die Heimatvereinsvorsitzende Elke Beyrich. Nutzungsarten der Immobilie waren Heim für psychisch gestörte Kinder, Flüchtlingsheim, Mietshaus. „Jetzt ist es ein wunderschönes Haus.“

Badestrand für Hunde soll 2018 eingerichtet werden

Freien Zugang zum Motzener See haben Einwohner und Gäste auf einer Fläche in der Seestraße. „Auf einem Teil wollen wir 2018 einen Badestrand für Hunde einrichten“, so Reinhard Schulz. „Das hat der Ortsbeirat entschieden.“

Eifrig machten sich alle Jury-Mitglieder Notizen. „Kallinchen war unsere letzte Station“, so Jury-Leiterin Silke Neuling. Seit dem 28. September habe man vier Orte im Rahmen des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ und 24 Bewerber für den Sonderwettbewerb besucht. Wer gewinnt, das werde bis November ermittelt. „Verdient haben es alle.“

Von Frank Pechhold

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