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Teltow-Fläming Kabarett-Revue zur Tupperware
Lokales Teltow-Fläming Kabarett-Revue zur Tupperware
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16:46 11.03.2018
Katrin Orth (l.) und Tine Schoch sorgten mit ihrer „Tupperparty“ im Stadttheater für gute Laune. Quelle: Antonia Engel
Luckenwalde

Was ist eigentlich eine Tupperparty? Mit dieser Frage konfrontierten Tine Schoch und Katrin Orth am Mittwoch ihr Publikum im Luckenwalder Stadttheater. Die Antworten darauf gab ein kurzer Einspieler, in dem die beiden die verschiedensten Menschen interviewten. „Die wollten keine Männer haben, wir sind dann immer rausgeflogen“, erinnerte sich einer der Befragten lachend und die wenigen Männer unter den 420 Besucherinnen im Publikum lachten mit.

Männer wurden herzlich gedrückt

„Sind sie freiwillig hier?“, erkundigte sich Schauspielerin Orth alias Marie-Luise bei einer der männlichen Raritäten. Als der Besucher bejahte, kreischte sie los: „Der spricht ja sogar, der Mann!“ Dafür, dass sie jedoch trotzdem kamen – ob freiwillig sei nun einmal dahingestellt – wurden sie von Irmgard und Marie-Luise herzlich gedrückt. Dabei stieg die zur Musicaldarstellerin ausgebildete Schoch auch über die Sitzreihen, um an den Mann ihrer Wahl zu gelangen.

Die Kabarett-Revue im gut besuchten Theater nahm nicht nur Männer aufs Korn, sondern auch die Probleme der Single-Hausfrau Irmgard, die sich über ihren anhänglichen Nachbarn und ihre männeranziehende Aura beschwerte. Ihre Rat- und Hilflosigkeit verarbeitete sie in einem Contemporary, einem modernen Tanz, in dem sie gekonnt mit Hefeteig in den Händen über die Bühne wirbelte.

Tupperware und zweideutiger Witz

Wäre sie in Amerika geboren worden, so wäre sie nun Superstar, meinte Irmgard. Doch stattdessen wurde sie im Krankenhaus vertauscht und musste im Schwabenland aufwachsen, wo weder die Lebensweise noch die Liebhaber ihren Anforderungen entsprächen. Mit ihren Männergeschichten und Beschwerden wie: „Das ist doch überhaupt kein Sex, das ist Beckenbodengymnastik!“ brachte sie das peinlich berührte Luckenwalder Publikum zum Lachen.

Zwischendurch wurde darüber hinaus die Vielfältigkeit verschiedener Tupperwaren demonstriert: So kann man die Aufbewahrungsdose für Brot auch als Steppbrett nehmen und die Salatschüsseln als Schuhe, mit denen sich dann eine Stepptanzchoreographie zu der musikalischen Begleitung von Earl (Ralf Siebenand) aufführen lässt. Wem diese Art der Werbung zu kreativ war, der fand an der feurigen Rede von Marie-Luise über die friedenschaffenden und farbenfrohen Kunststoffdosen Gefallen oder doch an den aus Tupperwaren gefertigten Kostümen.

Tupper begeistert nicht jeden Besucher

Sind die bunten Plastikdosen denn überhaupt noch im Gebrauch? Während einige Kabarett-Besucher von Kuchengondeln, Thermobehältern und Kaffeebüchsen schwärmten, hielt sich die Begeisterung bei anderen in Grenzen. „Ich leb auch ohne diese Dinger gut“, sagte etwa Andrea Marek. „Einfach wunderbar“, befand eine andere Besucherin. So zwiegespaltener Meinung wie über die Tupperdosen, war das Publikum auch über die Tupperberaterinnen auf der Bühne. Elke Schliebener war von beiden begeistert: „Sie bringen den Menschen auf eine lustige Art und Weise nahe, was Tupper überhaupt bedeutet.“ Und für Orth und Schoch bedeuten Tupperpartys nicht nur Profit, sondern vor allem ganz viel Spaß.

Von Antonia Engel

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