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Teltow-Fläming Kämmerin in den Ruhestand verabschiedet
Lokales Teltow-Fläming Kämmerin in den Ruhestand verabschiedet
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06:15 07.07.2016
Von der Feuerwehrfahrzeug wurde Monika Mnestek (M.) gestern an ihrem letzten Arbeitstag zum Rathaus gebracht. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Da staunte Petra Mnestek nicht schlecht. Gerade wollte sie sich zur Arbeit im Luckenwalder Rathaus aufmachen, da erscholl die Sirene eines Feuerwehrfahrzeugs vor ihrem Haus. Feuerwehrchef Jens Reichwehr brachte sie am Mittwochmorgen mit Blaulich zu ihrem letzten Arbeitstag ins Rathaus.

„Frau Mnestek war uns als Kämmerin immer wohlgesonnen“, sagte er zur Begründung dieser ungewöhnlichen Aktion, „und hat es geschafft, viele unserer Wünsche zu erfüllen.“ Diese hohe Wertschätzung genießt sie nicht nur bei der Feuerwehr. Mit großem Hallo wurde sie von den Mitarbeitern ihrer Abteilung am Rathauseingang empfangen, allen voran von ihrer Nachfolgerin Angela Malter.

Warteschlangen zum Abschied. Kaum ein Kollege wollte es versäumen, Petra Mnestek alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Quelle: Hartmut F. Reck

Einige Stunden später füllte sich der Rathaussaal. Nahezu alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung wollten sich von Petra Mnestek verabschieden ebenso viele Stadtverordnete und Kämmererkollegen aus anderen Orten.

Blumen über Blumen gab es für Petra Mnestek (r.) beim Abschiedsempfang. Quelle: Hartmut F. Reck

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) oblag es, im Namen aller „die hoffentlich ausgeglichene Kämmerin zu verabschieden“. Denn ein ausgeglichener Haushalt sei unter Petra Mnestek „fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden“. Die Kämmerin habe es verstanden, „in Zeiten knapper Kassen den Spagat zwischen Notwendigem und Möglichem auszuhalten“. Dank der „hochkompetenten Finanzverwaltung“ habe es die Stadt geschafft, für die Kofinanzierung zu sorgen, die es ermöglichte, knapp 170 Millionen Euro an Fördermitteln einzuwerben.

Herzog-von der Heide erinnerte sich aber auch an schwierige Zeiten, in denen Mnestek„vor allem als Managerin des Minus beweisen musste“.

Besonders würdigte die Bürgermeisterin ihre langjährige Kämmerin, für ihre vorausschauende Vorbereitung der Doppik-Einführung. So sei es gelungen, den ersten „doppischen“ Haushalt pünktlich im Jahr 2010 vorzulegen, „was beileibe keine Selbstverständlichkeit war“, so Herzog.

Petra Mnestek bedankte sich nach der Dankesrede von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (l.) kurz aber herzlich. Quelle: Hartmut F. Reck

Mnesteks Kompetenz führte auch dazu, dass sie als „Troubleshooter“ eingesetzt wurde. 1998 sprang sie während der größten Krise des städtischen Wohnungsgesellschaft für 20 Monate als Geschäftsführerin der Lugewo ein. Und vor gut zwei Jahren unterstütze sie die neu gewählte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) bei der Analyse und Begründung, warum es günstiger ist, das Kreishaus zu kaufen anstatt weiter zu leasen.

Herzog vergaß auch nicht zu erwähnen, dass Mnestek jedes Jahr beim Tierparkfest die große Tombola organisiert.

Petra Mnestek wird bald 63 Jahe alt. Sie stammt aus Dresden, ist studierte Physik- und Mathematiklehrerin, hatte beim VEB Hutmoden in der Buchhaltung gearbeitet bevor sie sich 1990 bei der Stadtverwaltung bewarb. Aufgrund ihrer guten Zeugnisse wurde sie gleich als Dezernentin für Soziales und Finanzen eingestellt. Bei der Einführung der Beigeordneten wurde sie Amtsleiterin der Kämmerei.

Petra Mnestek ist verheiratet, hat vier Kinder und vier Enkel, für die sie jetzt deutlich mehr Zeit hat.

Von Hartmut F. Reck

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