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Kästner-Schule hat neue Sportanlage

Wünsdorf Kästner-Schule hat neue Sportanlage

Schulsport im Freien ist nun auch an der Wünsdorfer Grundschule „Erich Kästner“ unter idealen Bedingungen möglich. Freitag wurde die von der Stadt Zossen finanzierte, 400 000 Euro teure Sport- und Freizeitanlage von 350 Mädchen und Jungen mit einer gemeinsamen Laufrunde auf der Bahn im Mini-Stadion eingeweiht.

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Mit einer gemeinsamen Runde weihten die Mädchen und Jungen der Grundschule „Erich Kästner“ die neue Sport- und Freizeitanlage ein. Vorher wurde ein rotes Band zerschnitten und damit der Weg in das Mini-Stadion symbolisch frei gegeben.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Wünsdorf. Sportunterricht auf einer modernen Anlage im Freien. Dieser Wunsch von Karola Grüneberg, Leiterin der Wünsdorfer Grundschule „Erich Kästner“, ist endlich in Erfüllung gegangen. Freitag wurde die 400 000 Euro teure Sport- und Freizeitanlage mit einer gemeinsamen Runde von 350 Schulkindern auf der neuen Laufbahn eingeweiht.

„Was lange währt, wird gut“, sagte Grüneberg. Der erste Vorentwurf für die Sportanlage und die Gestaltung des Schulhofes stammt von 1998 und hängt an der Wand in ihrem Arbeitszimmer. Viele Jahre später wurde das Rangsdorfer Planungsbüro „Böhler & Naumann“ von der Stadt mit der Umsetzung des Projektes beauftragt. „Wir haben hier Relikte eines alten Sportstadions gefunden“, so Antje Böhler. Auf der mit Unkraut zugewachsenen Fläche kam Schulsport nicht infrage. Schlagball werfen mussten die Kinder auf dem Schulhof. Langstrecken- und Ausdauerläufe waren gar nicht drin. Nur eine neue Sprintbahn und eine Weitsprunggrube gab es. Sie wurden in die Planungen für das Stadion im Mini-Format einbezogen.

Verkürzte Laufstrecke genügt für Training im Unterricht

Baubeginn war im Dezember 2016. Da machten sich Mitarbeiter der Groß Köriser Sportstättenbau-Firma Schmitt daran, einen modernen Platz für den Schul- und Freizeitsport zu schaffen. Um Sprintstrecke und Sprunggrube nicht zu zerstören, habe man sich mit Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) auf den Bau einer 260 Meter langen Laufbahn mit wassergebundener Decke verständigt, so Antje Böhler. „Eine 400-Meter-Bahn ist in Grundschulen nicht zwingend notwendig.“ Die verkürzte Strecke genüge, um zu trainieren, wie man richtig startet und gut läuft.

Neben einem Abwurfring für Kugelstoßen und Schlagballweitwurf entstanden ein neun mal 18 Meter großes Volleyballfeld. Im Innenbereich des Platzes stehen sieben Bänke und drei Abfalleimer. Weiter gehört ein 30 mal 60 Meter großer Bolzplatz mit zwei Toren zu der Anlage. Das Areal ist mit einem zwei Meter hohen Stabmattenzaun eingezäunt. Außerhalb sind 37 neue Parkplätze entstanden, dazu 95 Anlehnbügel für 190 Fahrräder.

Ideale Bedingen für die „Wünsdorfer Wölfe“

Schulleiterin Karola Grüneberg hofft, „dass die Schüler das alles zu schätzen wissen“. Nun habe man eine super Sportanlage, die auch für den Vereins- und Freizeitsport zur Verfügung stehe, sagte Bürgermeisterin Schreiber. Beispielsweise könnten Kinder jetzt ihre Eltern dazu überreden, nach Schulschluss mit dem Fahrrad zu der Anlage zu fahren und gemeinsam Sport zu treiben. Zudem hätten die Handballer des MTV Wünsdorf 1910 (Wölfe) nun die Möglichkeit, ihr Lauftraining gleich neben der Paul-Schumann-Halle zu absolvieren. Dann würden die „Wünsdorfer Wölfe“ noch schneller. „Bisher haben wir unsere Runden meist im Dabendorfer Sportforum gedreht“, so Denny Philipp, Leiter der Abteilung Handball. Wenn Dabendorf belegt gewesen sei, sei man im Gelände hinter der Schumann-Halle gelaufen. Ab sofort könnten die Handballer ihre Kilometer in der neuen Trainingsstätte schrubben, so Philipp. „Hier haben wir ideale Bedingungen für unser Lauftraining.“

Von Frank Pechhold

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