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Kaffee und Kuchen mit Baulärm

Kloster Zinna Kaffee und Kuchen mit Baulärm

Mit der Sanierung des Dachgeschosses im Webhaus in Kloster Zinna wird es einige Änderungen geben. Der geplante Einbau eines Fahrstuhls im Treppenhaus des Museums macht besonders der Cafébetreiberin Sorgen. Neben Lärm und Dreck die Gäste bewirten – für Elvira Göritz schwer vorstellbar.

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Das Webermuseum mit Café und Biergarten lockt jährlich etwa 5000 Besucher an.

Quelle: Isabelle Richter

Kloster Zinna. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Kloster Zinna wurde der Stand zum geplanten Ausbau des Webhauses besprochen. Seit 1998 hat sich dort im Obergeschoss nichts getan. Dementsprechend ist auch der Zustand.

Eine Mischung aus Geschichte, Veranstaltung und Aktivität

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass laut Haushaltsplan der Stadt Jüterbog nun Mittel vorgesehen sind, um das lange ungenutzte Geschoss zu sanieren (die MAZ-berichtete). Der Plan, dort eine Probierwerkstatt für Schüler einzurichten, steht nach wie vor.

Außerdem wolle man versuchen „möglichst viel von der Ausstellung nach oben zu bringen“, so Norbert Jannek. Der Leiter der städtischen Museen fügte hinzu, dass im Obergeschoss künftig „eine Mischung aus historischer Ausstellung, einem Veranstaltungsraum und Mitmach-Räumen“ entstehen werde. Besucher können so den Weg vom Flachs zum Faden bis hin zum fertigen Stoff nachvollziehen.

Zudem wolle man eine Weberstube einrichten, um darzustellen, wie die Weber früher gelebt hätten. Eine Luxussanierung werde es aber nicht, stellte Jannek klar. „Wir wollen so viel wie möglich von den jetzigen Zwischenwänden stehen lassen“, erklärte er. Zusätzliche Toiletten und ein Fahrstuhl im Treppenhaus zählen zu den einzigen Kompletterneuerungen.

Außenfahrstuhl nicht genehmigt

Doch gerade die Bauarbeiten am Treppenhaus machen Elvira Göritz skeptisch. Die Betreiberin des Museumscafés fürchtet um ihr Geschäft. „Wenn ich drei Monate zu mache, brauche ich gar nicht mehr aufmachen“, sagt sie. Norbert Jannek versuchte, ihr die Angst zu nehmen.

Um den Cafébereich von den Bauarbeiten abzuschirmen, würden Bautüren eingesetzt. Darüber hinaus werde darauf geachtet, die Arbeiten auf die Wintermonate zu legen. „Warum müssen wir hier überhaupt einen Fahrstuhl einbauen?“, fragte Elvira Göritz. „Das muss sein, für die öffentliche Nutzung. Ein Außenfahrstuhl ist nicht genehmigt worden“, erwiderte Jannek.

Bauamt soll Klarheit bringen

Gabriele Schröder zeigte sich verständnisvoll gegenüber der Cafébetreiberin, ermahnte sie jedoch nicht von vornherein zu schwarzmalerisch an die Sache heranzugehen. „Es muss so laufen, dass es hier weitergehen kann“, sagte die Ortsvorsteherin.

Für eine eindeutige Klärung schlug sie vor, das Bauamt zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen. Gleichzeitig wolle man dort auch klären, wann die Sanierungsarbeiten in etwa beginnen. Dies steht derzeit nämlich noch in den Sternen und stellt die Cafébetreiberin ebenfalls vor planerische Schwierigkeiten.

Von Isabelle Richter

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