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Teltow-Fläming Kampagne gegen Gartenabfall im Wald
Lokales Teltow-Fläming Kampagne gegen Gartenabfall im Wald
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05:30 13.10.2016
Die Forstleute Andreas Schardt, Michael Kopka, Britta Lolk und Wilfried Pasewald (v.l.) auf festgetretenem Gartenabfall im Wald in Jütchendorf. Quelle: Jutta Abromeit
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Jütchendorf

Bis zu 20 000 Euro kann es kosten, Rasenschnitt, trockene Blüten oder abgeschnittene Zweige im Wald illegal zu entsorgen. Doch Landesforst, Untere Abfallwirtschaftsbehörde und Kommunen wollen solche Ordnungswidrigkeiten nicht zuerst bestrafen, obwohl das durchaus rechtens wäre, wie Michael Kopka vom Sachgebiet Wald- und Forstschutz im Brandenburger Landesforstbetrieb sagt. „Wir wollen aufklären und überzeugen.“

Bioabfälle im Wald bei Jütchendorf

Er, seine Kollegen, Marcel Karras von der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde, der stellvertretende Ludwigsfelder Bürgermeister Wilfried Thielicke und Lars Winter vom Abfallzweckverband SBAZV trafen sich am Mittwoch zum Auftakt der landesweiten Kampagne „Gartenabfälle gehören nicht in den Wald“ in Jütchendorf. In diesem Ludwigsfelder Ortsteil „wächst“ seit Jahren auf etlichen Quadratmetern wie in vielen Waldstücken landesweit eine dicke Decke Bioabfälle. „Das sind inzwischen etwa 15 Kubikmeter“, schätzt Britta Lolk, Chefin der Wünsdorfer Oberförsterei.

30 Oberförstereien beteiligen sich landesweit

Von den landesweit 30 Oberförstereien beteiligen sich jetzt, im dritten Jahr der Kampagne, 18 am Aktionstag. „Auch wenn es mancher nicht glaubt, der Wald nimmt richtig Schaden. Es kommt unter dem Rasenschnitt zu Schimmel-, Faul- und Gärungsprozessen, mit denen die waldtypischen Pflanzen sterben. Und waldfremde Gartenpflanzen und Unkräuter breiten sich aus und überwuchern die Waldflora“, sagt Britta Lolk.

Ortsvorsteher kritisiert wilde grüne Müllkippe

Auch der Jütchendorfer Ortsvorsteher Mike Becker ärgert sich über den Abfall: „Wir haben so viele Leute im Ort, die sich ehrenamtlich sehr für unsere Umwelt engagieren, ob für die Bitterlingsteiche, den Bereich Nuthebrücke oder den Dämkenweg. Die fragen sich natürlich, wie sinnvoll das ist, wenn solche Ecken hier noch weiter wachsen.“ Der Ortsvorsteher will mit den Behördenvertretern beraten, wie dem Frevel langfristig wirkungsvoll zu begegnen ist. „Das wird auf jeden Fall Thema der nächsten Ortsbeiratssitzungen“, erklärt Becker.

Niemand will Abfall des Nachbarn im Garten haben

Die Forstmänner Andreas Schardt und Wilfried Pasewald graben den Stamm für eines der neuen Schilder ein. Sie verstehen das illegale Entsorgen nicht: „Lädt irgendein Nachbar seinen Unrat auf dem eigenen Grundstück ab, geht doch auch jeder auf die Palme. Warum also bringt jemand offenbar völlig gewissenlos seinen Abfall auf fremde Grundstücke, wo es die Allgemeinheit letztlich bezahlen muss?“

Von Jutta Abromeit

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