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Teltow-Fläming Kampf dem Eichenprozessionsspinner
Lokales Teltow-Fläming Kampf dem Eichenprozessionsspinner
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18:20 04.06.2016
Revierförsterin Bärbel Kühlbrodt (l.) beim Treffen mit Minister Jörg Vogelsänger (M.) im Mai in Kemnitz. Quelle: Hahn
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Ruhlsdorf

Durch den Eichenprozessionsspinner ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu allergischen Reaktionen beim Menschen gekommen. Dabei reicht die Palette von Überempfindlichkeit des Immunsystems über Haut- und Augenreizungen bis zu Atemwegsbeschwerden. In diesem Jahr wurde seitens der Gemeinde Nuthe-Urstromtal der Schwerpunkt des Insektenbefalls auf die bisher weniger beachteten Wanderwege außerhalb der Ortschaften gelegt. Dort kam es in der Vergangenheit zu den häufigsten und schwerwiegendsten Befallsituationen.

Einsatz des Biozids

Die Bäume, die 2015 behandelt wurden, wiesen nach Angaben der Gemeindeverwaltung in diesem Jahr keinen weiteren oder nur geringen Befall auf. Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Hilfe des Biozids „Dipel ES“ erfolgte am 11. Mai an der Verbindungsstraße Ahrensdorf-Hennickendorf, wo acht Eichen behandelt wurden, am Wanderweg in Felgentreu in der Kemnitzer Straße waren es 260 Bäume und in Lynow Zur Horstmühle 200 Bäume. „Die bisherigen Kosten für die Gemeinde betragen 3900 Euro, wobei die letzte Rechnung in dieser Summe noch nicht enthalten ist“, sagte Wolfgang Braune von der Gemeindeverwaltung. In diesem Jahr wurden insgesamt 468 Eichen vom Boden aus behandelt.

Ausschussmitglied Bärbel Kuhlbrodt machte die Gemeindeverwaltung darauf aufmerksam, dass sie die Gemeinde rechtzeitig informiert hatte, dass im Bereich Felgentreu und Zülichendorf ein Hubschrauber eingesetzt wird und die Kosten vom Land übernommen werden. Somit hätte sich die Gemeinde das Geld für die Bekämpfung der dortigen Wege sparen können. Frank Klose (CDU) fragte noch mal nach: „Die Gemeinde hätte es also umsonst haben können?“

Gemeinde weist Schuld von sich

Die Gemeinde weist die Schuld von sich und erklärt, dass die Untere Naturschutzbehörde eine Bekämpfung aus der Luft abgelehnt habe, weil die Bäume nicht so gefährdet seien. Allerdings ist dem Ordnungsamt der Gemeinde wohl eine gewisse Mitschuld zuzusprechen, denn das Ordnungsamt entschied sich letztendlich doch, das Angebot anzunehmen.

Allerdings war es da schon zu spät, da die Planungen vom Land zu dieser Zeit schon abgeschlossen waren. Die Begründung der Gemeindeverwaltung, sich nicht an der Hubschrauberaktion zu beteiligen, weil die Untere Naturschutzbehörde kein grünes Licht gegeben hätte, hinkt, denn zugleich gab Braune zu, dass bei Bedarf eine Bekämpfung vom Boden aus vorgenommen werden könne – ohne Genehmigung – wenn es sich um eine Gefahrenabwehrmaßname handelt.

Von Margrit Hahn

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