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Kanadier auf Missionsreise im Fläming

Altes Lager Kanadier auf Missionsreise im Fläming

Ayren, Andrew, Bo-Rum und Aaron kommen aus Calgary. Die vier Kanadier sind derzeit zu Gast bei den Mennoniten in Altes Lager. Kirchliches und soziales Engagement haben sie nach einem Schüleraustausch im vergangenen Jahr wieder hergeführt. Die Studenten organisieren eigene Projekte für Jugendliche aus Niedergörsdorf.

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Mit bunten Bällen wie diesem wollen die vier Kanadier den Kindern in Niedergörsdorf symbolisch erklären, was Gott für sie ist.

Quelle: Victoria Barnack

Altes Lager. Unter den perfekten Ferien stellen sich die meisten jungen Menschen wahrscheinlich Folgendes vor: ausgehen, ausschlafen und ausspannen. Ayren, Andrew, Bo-Rum und Aaron haben andere Prioritäten. Die vier Kanadier verbringen einen Teil ihrer Semesterferien bei der Evangelisch-Mennonitischen Freikirche in Altes Lager und engagieren sich dort für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde Niedergörsdorf.

Kanadier gestalten Grundschul-Unterricht mit

Pfarrer Henry Kliewers empfing die 18- und 19-Jährigen, die sich bereits seit zwei Wochen in seiner Kirche engagieren. Er stammt selbst aus Kanada und hilft bei Sprachproblemen, wird aber oft auch gar nicht gebraucht. An der Grundschule in Blönsdorf, wo die vier immer vormittags den Unterricht begleiten, wurden die Muttersprachler nämlich prompt integriert. Sie unterstützen nicht nur die Lehrer bei Spielen im Sportunterricht, wo nicht zwingend Fremdsprachenkenntnisse erforderlich sind. „Wir haben in der Englischklasse sogar in unserer Muttersprache von unserer kanadischen Heimat berichtet“, erzählt Ayron.

Mit dem Fahrrad von Museum zu Museum

In den ersten Tagen in Deutschland stand allerdings auch für die Kanadier Geschichtsunterricht auf dem Plan. Die allgegenwärtige Vergangenheit ihres Gastortes fasziniert sie ganz besonders. „Das ist so anders als bei uns zu Hause“, erklärt der 19-jährige Andrew, „wir haben schon so viel gelernt, als wir mit dem Fahrrad von Museum zu Museum gefahren sind.“

Am Nachmittag lernen sie dann neben der Geschichte auch Menschen und Kultur in Altes Lager kennen. Veranstaltungen wie das Spielplatzfest im Eichenweg oder ein Gottesdienst, den sie selbst mitgestaltet haben, sind die Höhepunkte ihres Austausches. Denn der Kontakt mit den Deutschen ist für sie das Interessanteste. „Die Leute hier reagieren alle sehr positiv auf uns und sind gastfreundlich“, berichtet Andrew.

Treffen mit Flüchtlingen

Offenheit gegenüber anderen Kulturen lernen sie aber auch im Umgang mit den Flüchtlingen, die ganz in ihrer Nähe untergebracht sind. „Wir wussten aus den Nachrichten im vergangenen Jahr, dass wir hier die Möglichkeit haben würden, auch sie zu unterstützen“, berichtet Ayren, die sich besonders für die individuellen Schicksale der Geflüchteten interessiert. Ihre oftmals unterschiedlichen Religionen spielen dabei keine Rolle. Denn die Missionsreise der vier Kanadier hat nicht nur kirchliche Hintergründe, sondern beinhaltet auch karitative und soziale Aspekte .

Info: Am Donnerstag, 15 bis 18 Uhr, veranstalten die Kanadier einen Projekttag mit Spielen, Vorführungen und Andacht für Kinder und Jugendliche in Altes Lager, Birkenweg 7.

Von Victoria Barnack

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