Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Kaninchenzüchterin wird Europameisterin
Lokales Teltow-Fläming Kaninchenzüchterin wird Europameisterin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:22 27.11.2018
Die Zwergkaninchen von Sylvana Kropstat sind alle handzahm und den Umgang mit Menschen gewöhnt. Quelle: Uwe Klemens
Malterhausen

Die Zuneigung zu Tieren begleitet Sylvana Kropstat schon ein Leben lang. Von der Teilnahme an der jüngsten Europaschau der Kaninchen- und Geflügelzüchter im dänischen Herning kehrte die 36-jährige Malterhausenerin, die die in Deutschland eher seltene Kaninchenrasse der Zwergwidder züchtet, als fünffache Euromeisterin zurück. Zwei ihrer aus jeweils vier Tieren bestehenden Sammlungen in unterschiedlichen Farb- und Fellvariationen sowie drei ihrer Einzeltiere hatte die international besetzte Jury aus der Schar von 8500 Tieren als preiswürdig auserwählt.

Jeder Züchter hat seine eigenen Erfahrungen

„Ein Erfolgsgeheimnis habe ich nicht“, sagt die studierte Diplompädagogin, die in Bad Belzig als Pflegeberaterin für Menschen mit Demenz arbeitet. „Unter den Züchtern gibt es so viele Wahrheiten über die richtige Haltung und Fütterung. Jeder schwört auf das, womit er gute Erfahrungen gemacht hat. Ich setzte auf viel Liebe, viel Zuwendung und viel Frischfutter“.

Schon als Kleinkind entdeckte Kropstat, wie interessant der Umgang mit Tieren ist. „Aufgrund meiner angeborenen Körperbehinderung hab ich viel im Gras gesessen, Schnecken eingesammelt, die noch langsamer waren als ich, und Grashüpfer, denen ein Bein fehlte, ins Glas gesperrt und gefüttert, damit sie wieder gesund werden“, erinnert sich Kropstat lachend. Dass es ihr Großvater war, der die verletzten Grashüpfer heimlich gegen unversehrte austauschte, erfuhr sie erst viel später.

Das erste Langohr in der Tombola gewonnen

Das erste Kaninchen, das ihre Eltern auf einer Tombola gewonnen hatten, bekam Sylvana Kropstat als Fünfjährige geschenkt. Wenig später rettete sie ihr zweites, das ihr Onkel, der wie ihr Vater Kaninchen züchtete, schlachten wollte. Der Traum vom eigenen Pferd, den wohl die meisten Mädchen träumen, ging 2006 in Erfüllung, auch, weil ihr die Reittherapie gut tat.

Zwei ehemalige Straßenhunde aus Portugal und Spanien, zwei Katzen, je nach Zuchtsaison 40 bis 90 Zwergkaninchen und eine Hand voll Meerschweinchen leben heute mit ihr, ihren Eltern und ihrer Großmutter unter einem Dach. „Von einem eigenen Haus, wo ich im Schlafanzug raus zu meinen Tieren gehen kann, habe ich immer geträumt“, sagt Sylvana Krop­stat. Auf ihre Initiative zog die Großfamilie 2015 nach Malterhausen, wo es genügend Platz für alle gab.

Die meiste Arbeit gibts im Frühjahr

„Die meiste Arbeit machen die Kaninchen etwa von März bis April“, sagt Kropstat. Trotz Unterstützung ihrer Großmutter gehen dann täglich drei bis vier Stunden fürs Zubereiten des Futters, fürs Füttern und für die Reinigung der Gehege drauf. Auch in der übrigen Zeit des Jahres sind es täglich mindestens zwei Stunden. Tiere, die nicht mit zur Ausstellung gehen oder zur Weiterzucht verwendet werden sollen, verkauft sie an andere Züchter oder Tierliebhaber. „Manche werden auch der menschlichen Nahrungskette zugeführt, wie es früher ja der eigentliche Zweck der Kaninchenhaltung war“, sagt sie ein wenig verlegen. Dass das Schlachten, anders als früher, möglichst leidfrei geschieht, ist Kropstat, die sich ehrenamtlich als Tierschützerin betätigt und sich um die Versorgung herrenloser Katzen kümmert, besonders wichtig.

Von Uwe Klemens

Mathias Richter ist seit einem Jahr Gemeindebrandmeister in Nuthe-Urstromtal. Die vielen Einsätze haben ihn und seine Kameraden vor große Herausforderungen gestellt.

27.11.2018

Auf einer Fläche von insgesamt 53 000 Quadratmetern hat es in diesem Jahr in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal gebrannt. Der lange und heiße Sommer hat den Kameraden viel abverlangt.

30.11.2018

Zu einem Tag der offenen Tür war medizinisches und Pflegepersonal ins Luckenwalder Hospiz eingeladen. Das Haus beherbergt zwölf Betten; seit Januar wurden und werden dort insgesamt 119 Schwerstkranke betreut.

30.11.2018