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Kaninchenzüchterverein sucht Nachwuchs

Zuchtschau in Meinsdorf Kaninchenzüchterverein sucht Nachwuchs

Kostenlose Mitgliedschaft und Sonderrechte – mit solchen Angeboten versucht der Meinsdorfer Kaninchenzüchterverein junge Mitglieder zu werben. Bisher erfolglos. Erfolgreich hingegen war die Zuchtschau, die am Wochenende in Meinsdorf stattfand.

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Auch während einer Ausstellung müssen die Tiere gut versorgt werden.

Quelle: Fotos: Victoria Barnack (2)

Meinsdorf. Bei der Kaninchenzucht gibt es ein Nachwuchsproblem. Häsinnen und Rammler gibt es zwar genug, aber junge Züchter fehlen. Das wissen auch die Vereine im Fläming nicht erst seit kurzem. Was sie machen sollen, um noch jemanden für ihr tierisches Hobby zu begeistern, wissen aber auch die Mitglieder des Meinsdorfer Kaninchenvereins nicht.

Mit Zeitungsartikeln, Vergünstigungen und vielen Informationen auf Ausstellungen versuchen sie es immer wieder. „Für jugendliche Mitglieder ist der Beitrag in unserem Verein kostenlos“, erklärte Guido Rogozinski, „auch bei Ausstellungen haben sie Sonderrechte und müssen keine Standgelder zahlen.“ Zu ihrer jährlichen Ortsschau, die am Wochenende in Wiepersdorf stattfand, sehen die Mitglieder des Vereins aber meist nur bekannte Gesichter.

Von den sechs aktiven Mitgliedern sind über die Hälfte bereits im Rentenalter. Rogozinski ist selbst mit knapp 50 Jahren der Zweitjüngste im Verein. „Früher waren wir bedeutend mehr“, sagt er. Auch auf großen Messen in ganz Deutschland ist der Altersdurchschnitt bei 70 Jahren, schätzt er.

100 Punkte für ein schönes Kaninchen

Rogozinski selbst züchtet wie viele seiner Kollegen nur eine Rasse. Heller Großsilber, Hermelin oder Russen heißen sie unter den Fachkundigen. Am Wochenende konnten Besucher insgesamt 101 Tiere sehen. „Damit die Rassenvielfalt mehr wird, laden wir auch Züchter aus anderen Vereinen ein“, sagt Rogozinski. Alle ausgestellten Kaninchen sind reinrassig und wurden schon vor der Ausstellung von unabhängigen Preisrichtern des Zentralverbundes der Kaninchenzüchter bewertet. „Dabei gibt es maximal hundert Punkte“, erläutert der Zuchtfreund aus Schönewalde. Beurteilt werden die Tiere unter anderem nach Gewicht, Körperform, Fellhaar und Pflegezustand. Pokale gibt es jedes Jahr für den besten Rammler, die beste Häsin und Zuchtgruppen von je vier Tieren.

Obwohl die schönsten Kaninchen teilweise sogar von den gastgebenden Züchtern kamen, war auch am Wochenende kein Nachwuchs für die Meinsdorfer in Sicht. „Bei unseren Ortsschauen kommen viele private Kaninchenhalter“, sagt Rogozinski. Die kaufen oft große Tiere, die die Züchter aus ihrer Zucht aussortiert haben, zur Fleischgewinnung.

Langweilig wird es trotz fehlenden Nachwuchses für den Kaninchenverein nicht. Das neueste Problem der Züchter sind Tierschützer, die sich auf Schauen umsehen. Dort wird dann beispielsweise überprüft, ob die Mindestgrößen der Käfige eingehalten wurden und die geforderten Impfungen vorliegen. Wer die Vorschriften missachtet, muss mit Geldstrafen von bis zu 40 000 Euro rechnen. Darüber machen sich die Meinsdorfer allerdings keine Sorgen. Sie halten sich an die Regeln. „Die Gesundheit der Tiere geht vor“, sagt Rogozinski.

Von Victoria Barnack

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