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Teltow-Fläming Kartoffelsack und Kabarett
Lokales Teltow-Fläming Kartoffelsack und Kabarett
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00:32 01.10.2015
Das Duo „MelanKomiker“, Jürgen Denkewitz (l.) und Waldemar Rösler, begeisterte das Publikum im „Haus“. Quelle: Gertraud Behrendt
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Mit den „MelanKomikern“ endeten am Samstag die Niedergörsdorfer Kartoffeltage. 2004 hat Edeltraud Liese, die Vorsitzende des Skaterstammtisches, sie mit mehreren Gastronomen erstmals organisiert, die dann Kartoffelspezialitäten anbieten und Gutscheine verlosen.

Seither wird jedes Jahr ab dem letzten Augustwochenende auf die Bedeutung der „Knulle“ hingewiesen: 30 Prozent des gesamten Ertrags im Land kommen aus dem Kreis Teltow-Fläming. Der steht in puncto Anbaufläche mit 25 Prozent an der Spitze des Kartoffelanbaus. Mit gut 695 Hektar hat die Agrar GmbH Flämingland nicht nur die größte Anbaufläche für Kartoffeln im Fläming, sondern sogar in Brandenburg. Das war Grund genug, die Kartoffeltage 2015 beim Erzeuger zu eröffnen.

Dort waren weit mehr Gäste neugierig als am Samstag auf die Barden Waldemar Rösler und Jürgen Denkewitz im Kulturzentrum „Das Haus“. Dabei verstanden sich die Liederkabarettisten aus Leipzig auf Anhieb prächtig mit dem Publikum. Das versprach, auch ein zweites Mal zu lachen, falls noch weitere Gäste kommen und die Künstler ihre Pointen wiederholen müssten. Das war nicht nötig. So lachten die Gäste in familiärer Atmosphäre oft aus vollem Halse über Skurriles und Nonsens.

Natürlich enthielten manche Texte eine große Prise Melancholie. Und die Referenz an Gundermann bekam Jürgen Denkewitz mit dem Lied „Linda“ sogar stimmlich hin. Doch größtenteils war es heiter, wenn XXL-Stringtanga-Trägerinnen, ungeklärte Morde und die Liebe besungen wurden. Um die ging es hauptsächlich. „Liebe und Demenz bilden ein schönes Paar – jedenfalls zu Beginn“, führte Denkewitz ins Thema ein und fragte auch, wie viele Verliebte denn im Saal säßen. Gemeldet hat sich niemand, dafür wurde um so heftiger gelacht, als die beiden sangen: „Wir suchen unser Glück nicht in Flora oder Fauna. Wir zwei finden’s in der Sauna.“ Dem Text nach zu urteilen, kann es das ganz große Glück nicht sein.

Nach der Pause waren auch die Künstler überrascht. Als Edeltraud Liese zum Lostopf griff, stellte sie die „MelanKomiker“ als Kartoffelkabarett vor. Leider sah sie die Gesichter der beiden Herren dabei nicht. Sie bat Sandy Andres nach vorn, und die Seehausenerin freute sich, Glücksfee spielen und die fünf weißen Karten der Kartoffel-Quiz-Gewinner ziehen zu dürfen.

Hintergrund

Der Skaterstammtisch, zu dem auch Gastwirte gehören, organisiert jährlich zwei große Höhepunkte, die Sternfahrt und die Niedergörsdorfer Kartoffeltage ab dem letzten Sonntag im August. Dort, in der Gemeinde und in den Gaststätten werden Teilnahmekarten für ein Quiz ausgegeben.

Verlost werden am Schluss fünf Gutscheine für die fünf teilnehmenden Restaurants.

Gewonnen haben Hildegard Uebe, Martina Weigt und Gerd Höpel aus Jüterbog sowie Helene Niemeyer, Wergzahna, und Robert Wesner, Schönefeld.

Waldemar Rösler sollte wegen seiner Fähigkeiten als Ingenieur eine rote Karte ziehen. Die hatten die Besucher zu Beginn des Abends ausgefüllt, um das seltene Glück zu haben, mit einem Sack Kartoffeln die Kulturveranstaltung zu verlassen. Konrad Stakowiak aus Luckenwalde wird nun eine Weile Kartoffeln aus Blönsdorf essen können.

Die Musiker erhielten zum Schluss Kartoffelschnaps. Die Flaschen waren so klein, dass keinerlei Gefahr von ihnen ausgeht.

Von Gertraud Behrendt

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