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Teltow-Fläming Kassandra, der Narr und das Mauerdenkmal
Lokales Teltow-Fläming Kassandra, der Narr und das Mauerdenkmal
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00:17 06.02.2016
Kerstin Becker in ihrem Atelier in Zossen. Quelle: Krischan Orth
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Zossen

Der Narr, und Figuren aus der griechischen Mythologie. Auf den Gemälden von Kerstin Becker sieht der Betrachter eine hohe Symboldichte. Dabei tendieren manche Bilder in den Surrealismus. „Ich versuche aber meine eigene Ausdrucksform zu finden“, erklärt die Künstlerin aus Zossen. Das geschieht mit verschiedenen Techniken: Acryl- und Ölfarben, mit Spachtel oder Pinsel aufgetragen, je nach Motiv und Schaffensphase verschieden. „Die Ideen zu den Bildern sind aus dem Alltag inspiriert“, sagt sie, „aus Situationen, die mich berühren.“

In ihrem Ladenatelier blickt Kassandra von der Leinwand. Eine mythische Gestalt, die die Zukunft voraussagen kann, der aber keiner glaubt. Beckers Kassandra wendet sich vom Berliner Reichstag im Hintergrund ab, vor dem das Trojanische Pferd parkt. Die Neuinterpretation mythischer Figuren bildet einen Schwerpunkt ihres Werks. In den symbolischen Figuren sieht sie die Wiederkehr gesellschaftlicher Probleme verkörpert. Dies möchte sie etwa in ihrer Darstellung „Tanz um das goldene Kalb“ ausdrücken. Auch hier ist der Narr abgebildet, der im Gegensatz zu den anderen Figuren, nicht an Fäden hängt. Hier sieht sie Parallelen zu Kassandra. „Auch der Narr wird nicht ernst genommen, ist aber eine sehr intelligente Figur.“ Sie sieht hier Identifikationspunkte des Künstlers, der sprichwörtlich Narrenfreiheit genieße.

Im Atelier stehen um sie herum dünne, fein gestaltete bronzene Figuren sowie Arbeiten aus Ton und Stein. Becker ist diplomierte Bildhauerin für Keramik. „Ich komme aus einer Handwerkerfamilie“, sagt sie. Der Umgang mit dem Material ist ihr vertraut.

An der Kunsthochschule Weißensee hat sie zu DDR-Zeiten ihr Studium abgeschlossen. Danach folgten Aufträge für größere Plastiken. Ein Werk ist zu einem Wahrzeichen von Teltow-Fläming avanciert: Es ist das Mauerdenkmal an der B 96. 2009 gewann Becker die Ausschreibung „Kunst im öffentlichen Raum“, seit fünf Jahren steht die Konstruktion.

„Von der Ostseite sieht es so aus, als wenn die Mauer verschlossen ist“, erklärt sie die Stahlkonstruktion. Wenn man sich von der Westseite nähere, beginne man die Menschen in der Mauer zu sehen. „Ich habe versucht, den dynamischen Prozess der Maueröffnung in ein statisches Denkmal zu übertragen“, sagt die Künstlerin. So werde im Vorbeifahren der Prozess der Öffnung sichtbar.

Info: Kerstin Beckers Ladenatelier ist in Zossen, Baruther Straße 22.

Von Krischan Orth

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