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Teltow-Fläming Neues Café im Bahnhof Klasdorf
Lokales Teltow-Fläming Neues Café im Bahnhof Klasdorf
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13:51 14.05.2014
Café-Inhaberin Katharina Schicke in ihrer Küche. Quelle: Gudrun Ott
Klasdorf

Ein schöner Ort, ein Kulturpunkt zum Reden, Tanzen und Musikhören ist das neue Café im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude Klasdorf. Dort gibt es handgemachte Musik, Kuchen aus eigener Herstellung und kleine Tagesgerichte. Chefin ist die studierte Museumswissenschaftlerin Katharina Schicke. Sie kann backen, wunderbaren Kaffee kochen, Orgel spielen, Kinder betreuen, das Café und die drei Ferienwohnungen im Gebäude putzen – und sollte ihr Ehemann Georg Goes vorbeischauen, scheut sie sich nicht, flugs aus der kleinen Küche in den Gastraum zu eilen, um mit ihm einen argentinischen Tango zu tanzen. Die Chefin ist ein echtes Multitasking-Talent, wie alle Frauen eben, meinten augenzwinkernd Freunde, die bei der Eröffnung am Sonnabend dabei waren.

Dabei gab es ein volles Haus. Viele wollten sehen, was aus dem alten Bahnhof geworden ist, den Georg Goes, der Geschäftsführer des Museumsdorfes Glashütte, gekauft hat. Gefördert wurden Sanierung und Umnutzung vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und dem Land Brandenburg. Damit hat er dem Bahnhof wieder Leben eingehaucht – anders als viele Bahnhofsgebäude im Land, die inzwischen leerstehen und verfallen.

Wilken Straatmann aus Glashütte sieht den Bahnhof in Klasdorf als ein interessantes Angebot, dem er Erfolg wünscht. Klasdorf liegt an der Strecke Berlin-Dresden – und wer dort aus dem Zug steigt, könnte sich fühlen, als wäre er im Paradies angekommen. Das Museumsdorf Glashütte befindet sich quasi nebenan, ebenso der Wildpark Johannismühle. Radwanderwege führen zum Spreewald und zur Fläming-Skate.

Marlis Kubicki, gebürtige Barutherin, zeigte sich angenehm überrascht von der Metamorphose des Bahnhofs. „Tolles Ambiente“, schwärmte sie. „Wo gibt es sonst ein Bahnhofscafé, das zum Tanztee lädt.“ Die Klasdorfer Musiker Petra Liesenfeld und Klaus Axenkopf bilden mit Kerstin Brokate und Peter Kuhz das Ensemble „Darf ich bitten“, eine Einladung, die wörtlich genommen werden darf.
Fürs Café haben die Musiker eine eigene Erkennungsmelodie erdacht. Im Abstand von vierzehn Tagen werden sie Johannes Malzew unterstützen, der mit argentinischem Tango das Bahnhofsleben bereichert. Malzew war früher Geiger an der Berliner Staatsoper und wird als Hobby-Tangolehrer sein Wissen weitergeben. In Standardtänze einführen lassen können sich die Café-Besucher von den Landschaftsarchitekten Ragna Haseloff und Horst Heinisch. Aber auch wer einfach nur Musik hören mag, ist willkommen.

Über das Programm kann man sich vorab auf der Website www.bahnhof-klasdorf.de informieren.

Von Gudrun Ott

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