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Teltow-Fläming Katrin Rudolph setzt sich in Wahl-Krimi durch
Lokales Teltow-Fläming Katrin Rudolph setzt sich in Wahl-Krimi durch
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02:25 19.05.2018
Vier Wahlgänge waren erforderlich, dann stand es fest: Katrin Rudolph wird neue Superintendentin des Kirchenkreises Zossen-Fläming. Quelle: Oliver Fischer
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Zossen

Der Kirchenkreis Zossen-Fläming hat eine neue Superintendentin. Die Potsdamerin Katrin Rudolph wird das Amt übernehmen. Sie ist am späten Dienstagabend in Zossen von der Kreissynode im vierten Wahlgang mit 41 zu 36 Stimmen auf zehn Jahre gewählt worden. Damit tritt sie die Nachfolge von Katharina Furian an, die im September ihr Amt aufgeben und ins Konsistorium der Landeskirche wechseln wird.

Katrin Rudolph setzte sich gegen Karl Friedrich Ulrichs durch, der ebenfalls von der Wahlkommission zugelassen worden war. Beide Kandidaten hatten Ende April bereits Probegottesdienste gehalten und viele Gespräche in den Kirchengemeinden geführt.

Vor der Abstimmung in der Zossener Dreifaltigkeitskirche stellten sich die Kandidaten, Katrin Rudolph und Karl Friedrich Ulrichs, der Synode vor. Quelle: Oliver Fischer

Kandidaten stellen sich vor

Zu Beginn der Sondersynode stellten sie sich den Mitgliedern der Synode noch einmal vor. Katrin Rudolph, 43 Jahre alt, Potsdamerin und zuletzt Pfarrerin im Berliner Pfarrsprengel Steglitz Nord, äußerte sich dabei beeindruckt vom den Kirchen, den aktiven Gemeinden und den modernen Strukturen des Kirchenkreises. „Attraktiv ist, dass in Zossen-Fläming Modelle ausprobiert werden, um die wir in Berlin noch lange ringen müssen“, sagte sie. Als Herausforderung benannte sie den fehlenden Pfarrernachwuchs, noch immer spürbare Nachwehen von Gemeindefusionen und eine „Distanz zwischen einem gefühlten Oben und Unten“. Es müssten Konflikte moderiert und das Solidarsystem gestärkt werden. „Dazu biete ich mich an“, so Katrin Rudolph. Ziel sei es, die Region so attraktiv zu machen, „dass der Pfarrernachwuchs gar nicht mehr am Kirchenkreis vorbeikommt“.

Karl Friedrich Ulrichs, der am Evangelischen Predigerseminar Wittenberg angehende Pfarrer und Pfarrerinnen ausbildet, versuchte in seiner Rede mit Erfahrung zu punkten. Er sei zehn Jahre Gemeindepfarrer, dazu lange Ehrenamtlicher, Notfallseelsorger und auch mehrere Jahre stellvertretender Superintendent gewesen. Aus dieser Position und aus seiner jetzigen Stellung heraus sei er vorbereitet auf die Rolle des „Im-Blick-Habers“, als die er den Posten des Superintendenten bezeichnete. Ulrichs vertrat eine etwas konservativere Linie als Katrin Rudolph. Er warb er für eine Kirche, die stärker missionierend auftritt, und die angesichts immer kleiner werdender Kirchengemeinden auch nötige Schnitte macht. „Etwas zu Ende gehendes zu beenden ist keine Schwäche“, sagte Karl Friedrich Ulrichs.

40 zu 40 Stimmen im dritten Wahlgang

Die Wahl fiel denkbar knapp aus, es waren vier Wahlgänge notwendig. In den beiden ersten Wahlgängen, bei denen Mehrheit aller Wahlberechtigten erforderlich war, lag Katrin Rudolph bereits vorn. Sie erhielt aber nicht die nötige Stimmenzahl. Im dritten Wahlgang hätte ihr die einfache Mehrheit gereicht, aber die Abstimmung endete 40 zu 40. Erst im kurzfristig anberaumten vierten Wahlgang wurde sie ins Amt gewählt.

Der Superintendent ist der höchste Geistliche im Kirchenkreis. Er ist Dienstvorgesetzter der Pfarrer und steht den Pfarrern und Kirchengemeinden vor. Katharina Furian bekleidete das Amt 18 Jahre lang. Ihren Abschied hatte sie bereits Ende vorigen Jahres angekündigt. Die 56 Jahre alte Theologin wird künftig Personalchefin der 925 Pfarrer der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz.

Von Oliver Fischer

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