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Teltow-Fläming Kaum Hitzeopfer in der Region
Lokales Teltow-Fläming Kaum Hitzeopfer in der Region
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07:33 31.07.2018
Katrin Müller-Schmehl ist Oberärztin in der Notfallambulanz des Achenbach-Krankenhauses Königs Wusterhausen. Quelle: foto: Gerlinde Irmscher
Dahmeland-Fläming

Seit Wochen herrscht Hochsommer im ganzen Land. Die Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius machen Menschen teilweise schwer zu schaffen. Doch es gibt gute Nachrichten aus den Arztpraxen und Krankenhäusern der Region: Bisher mussten nur wenige Patienten wegen Hitzschlägen behandelt werden.

„Kein stürmischer Anstieg der Krankheitsfälle“

„Bislang ist es nicht so schlimm, es gibt keinen stürmischen Anstieg der Krankheitsfälle wegen Hitze“, sagt Ragnhild Münch, Sprecherin des Klinikums Dahme-Spreewald zu dem auch das Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen gehört. Dort würden an besonders heißen Tagen zwei bis drei Menschen behandelt werden, die einen Hitzschlag erlitten hätten. Das sei im Vergleich zum Sommer des vergangenen Jahres zwar viel, aber damals sei es auch nicht so lange so heiß gewesen, erklärt Münch.

In den Hausarztpraxen der Region sieht es ähnlich aus. „Wir hatten diesen Sommer noch keinen ernsten Fall von Hitzschlag“, sagt Schwester Nicole von der Praxis für Allgemeinmedizin Arne-Andreas Seemann in Luckenwalde.

Selbst wenn sich Patienten mit Verdacht auf einen Hitzschlag in der Praxis melden, handele es sich häufig nur um Wassermangel, erklärt der Mediziner Steffen Thor aus Jüterbog. „Kopfschmerzen und Schwindelgefühle treten oft auf, wenn man nicht genug trinkt. Ernst wird es allerdings, wenn eine räumliche oder zeitliche Desorientiertheit dazu kommt“, sagt Thor. Dann solle man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wer sich desorientiert fühlt, darf jedoch auf keinen Fall selber mit dem Auto fahren. „Das wäre unverantwortlich“, sagt Thor.

Hitzschlag Symptome

Die Symptome eines Hitzschlages reichen von Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis zu Verwirrtheit und in schlimmen Fällen sogar Sehstörungen. Oft ist bei einem Hitzschlag die Haut gerötet und die Körpertemperatur erhöht.

Normalerweise könne man Hitzschlag gut behandeln, nach ein bis zwei Tagen würde der Patient das Krankenhaus meistens wieder verlassen, erläutert Steffen Thor. Etwas gefährlicher wird es für chronisch Kranke und Bettlägerige. Auch alte Menschen mit einem schwachen Kreislauf sind gefährdet.

So vermeidet man Hitzschlag

Wer einen Hitzschlag vermeiden will, sollte keine körperlich schwere Arbeit in der Sonne verrichten und dem Wetter angemessene Kleidung tragen. „Viel trinken ist im Moment auf jeden Fall Pflicht“, so Thor.

Viel Trinken hilft einem Hitzschlag vorzubeugen. Quelle: dpa

Katrin Müller-Schmehl, Oberärztin in der Notfallambulanz des Achenbach-Krankenhauses in Königs Wusterhausen, hat eine Erklärung dafür, warum trotz der enormen Hitze nur wenige Menschen ernsthaft erkranken: „Unsere Bürger sind vernünftig und diszipliniert, sie halten sich an die Ratschläge von ärztlicher Seite.“

Einen ganz wichtigen Ratschlag gibt sie gleich allen Eltern mit: Babys im Alter von unter einem Jahr dürfen bei über 30 Grad Celsius auf keinen Fall lange in der Sonne bleiben. Die Haut von kleinen Kindern halte die Sonnenstrahlen nicht aus.

Im Achenbach-Krankenhaus sind im Wartebereich der Notfallambulanz extra Wasserspender für die Patienten aufgestellt worden. Für die nächsten Tage werden weiterhin Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius erwartet.

Von Jonas Nayda

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