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Teltow-Fläming Keck vermittelt
Lokales Teltow-Fläming Keck vermittelt
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17:27 24.05.2013
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BLANKENFELDE

.“ Ihre Erklärung kommt knapp und erfrischend – und dass die neue Leiterin des Großziethener Scheunenchors im Akkord paukt, glaubt man ihr. Musik begleitet Anja Nowatzeck überall: im Job, im Auto, nach Feierabend.

Donnerstags probt sie gleich mit zwei Chören nacheinander, so intensiv, dass dazwischen gerade mal eine Tasse Kaffee passt. Am liebsten mit Karamellaroma. Gestresst klingt es nicht, wie Anja Nowatzeck ihre Donnerstage schildert. „Anni“, wie sie von Freunden genannt wird, ist quirlig, lacht viel und gern, und bewirkt bei ihren Sängern vermutlich das, was die Chorproben-Kaffeepause ihr selbst Gutes tut: Sie setzt Energien frei. Positive.

Seit Januar leitet Anja Nowatzeck den Scheunenchor Großziethen. Das erste Konzert, bei dem sie den Ton angibt, steht unmittelbar bevor. Ein Jahr lang hat sich die gebürtige Zossenerin am Dirigentenpult mit ihrem Vorgänger Harald Domagalla abgewechselt. Dann übergab er die Stimmgabel an die junge Kollegin. Darauf, einen eigenen Chor zu leiten, hat sie sich mit Gesangsunterricht und Kursen – sie heißen Stimmführerlehrgänge – vorbereitet. „Ich habe mir das soooo gewünscht“, gesteht Anja Nowatzeck und strahlt einmal mehr, denn mit dem Scheunenchor Großziethen und seinen zwei Dutzend Mitgliedern hat sich der Eigene-Chor-Wunsch erfüllt. Dass sie selbst zu den jüngsten Aktiven im Probenraum und auf der Bühne zählt, stört sie nicht: Mit den älteren Sängerinnen und Sängern erlebe sie eine besondere Verbindlichkeit. „Sie halten die Gruppe zusammen.“

Nach dem – rein weiblich besetzten – Seniorenchor Blankenfelde, den Anja Nowatzeck vor zwei Jahren initiierte, leitet die 40 Jahre junge Dirigentin nun auch einen gemischten Chor. „Verkuppelt“ hatte die Großziethener und deren neue Chefin Rainer Keck, der Leiter des Gemischten Chors Ludwigsfelde. Keck vermittelt wurde sie damit buchstäblich. Bei den Ludwigsfelder Sängern singt Anja Nowatzeck mit, ebenso wie ihre ältere Schwester. So ähnlich fing alles an, indem die beiden Mädchen vor gut drei Jahrzehnten in der Küche ihres Elternhauses Geschirr abtrockneten und dazu sangen, zweistimmig. Schnell wurde der Singeradius erweitert, etwa auf das Auto, wo unterwegs nicht nur der Bruder einstimmte, „wenigstens bis zum Stimmbruch“, sondern auch die Eltern oder – je nachdem, wer am Steuer und auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte – Oma und Opa. Die Töchter gingen alsbald in den Schulchor und lernten Gitarre. Das Instrument ist längst Dauer-Beifahrer in Anja Nowatzecks eigenem Auto, mit dem die gelernte Erzieherin zwischen ihrem Zuhause in Blankenfelde, ihrem Arbeitsplatz in einer Wünsdorfer Kita und diversen Chor-Einsatzorten pendelt, vermutlich auch singend. Ihre „stillsten fünf Jahre“ erlebten beide, Anja und ihre Gitarre, als die junge Märkerin Ende der 1990er Jahre eine zeitlang als Erzieherin in Hamburg arbeitete. „Am 1. Januar 2000 kam ich zurück, am 3. Januar saß ich in der Chorprobe.“

Der Scheunenchor und seine neue Dirigentin sind Gastgeber beim Frühlingskonzert heute um 15 Uhr in der Großziethener Mehrzweckhalle, Friedhofsweg 2. Acht Gastchöre treten zudem auf, darunter der Siedlerchor Berlin-Altglienicke und der Gemischte Chor Großbeeren. Der Eintritt ist frei. (Von Tanja Kasischke)

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