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Teltow-Fläming Abkochgebot wegen Keimen im Trinkwasser
Lokales Teltow-Fläming Abkochgebot wegen Keimen im Trinkwasser
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18:56 22.05.2018
Tropfen für Tropfen unbelastetes Leitungswasser. Das aktuell nicht überall in Rangsdorf und Dahlewitz der Normalzustand. Quelle: dpa
Rangsdorf

Trinkwasser bitte abkochen! Der Warnhinweis des Wasserverbandes KMS gilt ab sofort für alle Haushalte in Rangsdorf und Dahlewitz. Grund für diese Vorsichtsmaßnahme sind coliforme Keime in einer Trinkwasserprobe.

Die Probe wurde der Trinkwasserzuleitung für die Container-Kita am Prahmsdorfer Weg 2 entnommen. „Ein Strang war in Ordnung, der andere nicht. Seltsam“, so Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Auch die zweite Probe habe das gleiche Ergebnis gebracht. Deshalb könne man die neue Kita nicht eröffnen.

Gesundheitsamt informierte KMS über belastete Wasserprobe

„Wir sind vom Gesundheitsamt über das Ergebnis informiert worden“, so KMS-Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus. Dienstagmittag gab es ein gemeinsames Gespräch. Nicolaus zufolge erlasse das Gesundheitsamt eine Ordnungsverfügung für Rangsdorf und Dahlewitz. Beide Gemeinden werden aus dem Wasserwerk Rangsdorf mit Wasser versorgt. In den Orten gilt ab sofort ein Abkochgebot. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so Nicolaus. Vor allem gehe es darum, Kinder unter zwei Jahren, ältere und kranke Menschen zu schützen. „Diese Personengruppen könnten gefährdet sein.“

Es wird dringend geraten, ausschließlich abgekochtes Leitungswasser für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und Reinigen offener Wunden zu benutzen. Für die Toilettenspülung, zum Wäsche waschen und Duschen kann man Leitungswasser uneingeschränkt nutzen.

Rangsdorfer Trinkwassernetz wurde erst vor zwei Wochen gespült

Um welche Art von coliformen Keimen es sich handele, steht noch nicht fest, sagt Nicolaus. Aber laut Gesetz dürfen solche Keime nicht im Trinkwasser vorkommen. „Und wir haben jetzt deutlich mehr.“

Mittwoch werden im Wasserwerk und der Gemeinde Rangsdorf Proben gezogen. „Das Ergebnis haben wir frühestens Samstag auf dem Tisch“, so Nicolaus. An Spekulationen über die Ursache der Verunreinigung beteilige sie sich nicht. „Wir haben das Rangsdorfer Trinkwassernetz erst vor zwei Wochen gespült.“ Deswegen sei das Ganze unerklärlich. „So bald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist, informieren wir sofort“.

Von Frank Pechhold

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