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Teltow-Fläming Kein Aus fürs Elsthal
Lokales Teltow-Fläming Kein Aus fürs Elsthal
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00:34 01.11.2015
Das Freibad Elsthal bleibt den Wasserratten vorerst erhalten. Quelle: Hahn
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Luckenwalde

Ginge es nach der CDU/FDP-Fraktion der Luckenwalder Stadtverordneten, dann wird an der Fläming-Therme und dem Sportkomplex Mozartstraße ein ganzjährig nutzbares Freibad gebaut. Das Freibad am Standort Elsthal müsste über kurz oder lang geschlossen werden. Doch die Stadtverordneten lehnten den Beschlussantrag am Dienstagabend mit großer Mehrheit ab.

Die Christdemokraten begründeten ihren Vorstoß mit dem unwirtschaftlichen Betrieb und hohen Zuschussbedarf des Freibades Elsthal. Die Stadt subventioniert den Badespaß jedes Jahr mit rund 100 000 Euro – bei 7000 bis knapp 15 000 Besuchern in einer Saison und rund 100 Betriebstagen. Trotz großer Anstrengungen der Stadt, des Betreibers Fläming-Therme und des Fördervereins hätten sich die Besucherzahlen nicht wie erhofft entwickelt. „Die Stadt gibt jeden Tag 1000 Euro Zuschuss und wir wissen nicht, wie lange sie dazu noch in der Lage ist“, sagte CDU-Fraktionschef Sven Petke. „Jede Eintrittskarte wird mit zehn Euro bezuschusst, das ist nicht zu verantworten“, ergänzte sein Parteikollege Jens Bärmann. Außerdem befürchten die Antragsteller, dass das Freibad Elsthal aufgrund seiner veralteten Anlagen nicht mehr lange genutzt werden kann.

„Außerdem muss die Fläming-Therme angesichts der größer werdenden Konkurrenz neue attraktive Angebote schaffen“, sagte Petke. Seine Fraktion forderte die Erweiterung der Therme um ein Freibad, die touristische Nachnutzung im Elsthal, eine transparente Auflistung von Investitionen und Zuschussbedarf, sowie eine Bürgerbefragung 2017.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) hielt dagegen. Sie erinnerte an eine Studie aus dem Jahr 2008, in der für einen zeitgemäßen Umbau des Freibades Elsthal Kosten von 3,3 Millionen Euro veranschlagt wurden. „Wenn Sie am Standort Mozart-straße ein Freibad mit 500 Qua-dratmetern Wasserfläche wünschen, käme nur der untere Platz in Betracht – mit separatem Kassenbereich, Sanitäreinrichtungen, Wasseraufbereitungstechnik und so weiter. Dafür wären mindestens auch 3,3 Millionen Euro aufzubringen“, sagte sie. Eine Bürgerbefragung sei keine ehrliche Alternative . „In beiden Fällen könnten aus dem Stadthaushalt keine 3,5 Millionen Euro für diese Zwecke aufgebracht werden“, so Herzog-von der Heide. Sie schlug vor, an der Strategie festzuhalten, das Elsthal im Bestandsschutz mit nötiger kleiner Instandhaltung weiterzuführen.

„Das ist keine Strategie, sondern Nichtstun“, sagte Christoph Guhlke (CDU). „Wenn eines Tages der Bestandsschutz wegfällt, stehen wir ohne Alternative da.“ Peter Gruschka (SPD) konterte: „Die CDU weckt falsche Erwartungen. So verbessert man keine Lebensqualität, sondern behindert unsere kollegiale Zusammenarbeit.“ Einig wurde man sich aber fraktionsübergreifend, die Pläne für ein kleineres Außenschwimmbecken an der Therme voranzutreiben.

Von Elinor Wenke

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