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„Kein Bock, das Ding anzuschalten“

Tablets in Dahme „Kein Bock, das Ding anzuschalten“

Mitglieder des Dahmer Amtsausschusses hadern mit der modernen Technik. Sie bekommen ihre Ausschussunterlagen jetzt elektronisch. Dafür gab es Tablets, um damit zu arbeiten. Doch so einige Kommunalpolitiker hängen einfach am Papier.

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Tablets sind nicht jedermanns Sache im Politikbetrieb.

Quelle: picture alliance / dpa

Dahme. Amtsausschussmitglieder in Dahme erhalten Sitzungsunterlagen nicht mehr in Papierform, sondern auf elektronischem Weg. Dafür wurden sie mit Flachrechnern – sogenannten Tablets – ausgestattet. Doch nicht jeder kann sich mit diesen Mini-Computern anfreunden.

Hartfelder: „Spielzeug und kein Arbeitsgerät“

„Für mich ist das ein Spielzeug und kein Arbeitsgerät“, sagte Manfred Hartfelder (CDU) in der jüngsten Sitzung, „ich kann damit nicht arbeiten.“ Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Dahmetal erwartet, dass er seine Beschlussvorlagen und andere Unterlagen künftig wieder in Papierform erhalte: „Ein Tablet ist für mich unzumutbar. Ich brauche ein solches Gerät nicht.“

Weigt: „Tablets sind Teil der Zukunft.“

André Weigt (Dahmer Umland) widersprach: „Wir dürfen uns nicht abhängen lassen. Tablets sind Teil der Zukunft. Damit wird schon in den Schulen gearbeitet. Ich hoffe, dass die Kinder so fit gemacht werden, damit sie nicht wie einige Mitglieder des Amtsausschusses von der Entwicklung überrascht werden.“ Matthias Ochs (SPD) hat nichts gegen die Flachrechner, ist dennoch mit ihnen nicht zufrieden: „Der Bildschirm ist viel zu klein. Ich kann mit dem Gerät maximal eine Viertelstunde lang arbeiten, dann schaffen es meine Augen nicht mehr. Zudem ist die Qualität der Tablets nicht besonders hoch. Ich habe eigentlich keinen Bock, das Ding überhaupt anzuschalten.“

Verwaltung räumt Anlaufschwierigkeiten ein

Bärbel Schmidt von der Amtsverwaltung räumte ein, dass es die eine oder andere technische Anlaufschwierigkeit gibt, diese bekannt sind und abgestellt werden. Der Amtsausschussvorsitzende Thomas Willweber (Freie Wähler) findet die Tablets nicht so schlecht, räumte aber ein: „Vielleicht haben wir bei den Mitgliedern des Amtsausschusses einfach zu viel vorausgesetzt und erwartet, dass sie problemlos mit der neuen Technik arbeiten können.“ Das ist offenbar nicht so. Werner Schröder (Ihlow) kritisierte: „Gerade 35 Minuten waren Zeit für die Einweisung. Wir haben nicht mal eine Bedienungsanleitung erhalten, lediglich unser Kennwort genannt bekommen. Das reicht nicht, um vernünftig mit dem Gerät zu arbeiten.“

Schmidt: „Jeder muss ein bisschen zu Hause üben.“

Bärbel Schmidt hatte Verständnis für die Bedenken, bot interessierten Amtsausschussmitgliedern weitere Schulungen für den Umgang mit dem Tablet an. Sie sagt aber auch: „Jeder muss aber auch selbst ein bisschen zu Hause üben.“

Von Andreas Staindl

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