Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming „Kein Bock, das Ding anzuschalten“
Lokales Teltow-Fläming „Kein Bock, das Ding anzuschalten“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 13.11.2017
Tablets sind nicht jedermanns Sache im Politikbetrieb. Quelle: picture alliance / dpa
Anzeige
Dahme

Amtsausschussmitglieder in Dahme erhalten Sitzungsunterlagen nicht mehr in Papierform, sondern auf elektronischem Weg. Dafür wurden sie mit Flachrechnern – sogenannten Tablets – ausgestattet. Doch nicht jeder kann sich mit diesen Mini-Computern anfreunden.

Hartfelder: „Spielzeug und kein Arbeitsgerät“

„Für mich ist das ein Spielzeug und kein Arbeitsgerät“, sagte Manfred Hartfelder (CDU) in der jüngsten Sitzung, „ich kann damit nicht arbeiten.“ Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Dahmetal erwartet, dass er seine Beschlussvorlagen und andere Unterlagen künftig wieder in Papierform erhalte: „Ein Tablet ist für mich unzumutbar. Ich brauche ein solches Gerät nicht.“

Weigt: „Tablets sind Teil der Zukunft.“

André Weigt (Dahmer Umland) widersprach: „Wir dürfen uns nicht abhängen lassen. Tablets sind Teil der Zukunft. Damit wird schon in den Schulen gearbeitet. Ich hoffe, dass die Kinder so fit gemacht werden, damit sie nicht wie einige Mitglieder des Amtsausschusses von der Entwicklung überrascht werden.“ Matthias Ochs (SPD) hat nichts gegen die Flachrechner, ist dennoch mit ihnen nicht zufrieden: „Der Bildschirm ist viel zu klein. Ich kann mit dem Gerät maximal eine Viertelstunde lang arbeiten, dann schaffen es meine Augen nicht mehr. Zudem ist die Qualität der Tablets nicht besonders hoch. Ich habe eigentlich keinen Bock, das Ding überhaupt anzuschalten.“

Verwaltung räumt Anlaufschwierigkeiten ein

Bärbel Schmidt von der Amtsverwaltung räumte ein, dass es die eine oder andere technische Anlaufschwierigkeit gibt, diese bekannt sind und abgestellt werden. Der Amtsausschussvorsitzende Thomas Willweber (Freie Wähler) findet die Tablets nicht so schlecht, räumte aber ein: „Vielleicht haben wir bei den Mitgliedern des Amtsausschusses einfach zu viel vorausgesetzt und erwartet, dass sie problemlos mit der neuen Technik arbeiten können.“ Das ist offenbar nicht so. Werner Schröder (Ihlow) kritisierte: „Gerade 35 Minuten waren Zeit für die Einweisung. Wir haben nicht mal eine Bedienungsanleitung erhalten, lediglich unser Kennwort genannt bekommen. Das reicht nicht, um vernünftig mit dem Gerät zu arbeiten.“

Schmidt: „Jeder muss ein bisschen zu Hause üben.“

Bärbel Schmidt hatte Verständnis für die Bedenken, bot interessierten Amtsausschussmitgliedern weitere Schulungen für den Umgang mit dem Tablet an. Sie sagt aber auch: „Jeder muss aber auch selbst ein bisschen zu Hause üben.“

Von Andreas Staindl

Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt dem Jüterboger Chris P. zwar Schuldfähigkeit – doch der eigentliche Auslöser, die Brandsätze auf eine Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog zu werfen, waren der Druck und die Autorität des Vaters, der seinem Sohn auch mit 20 Jahren noch „Befehle“ gab.

16.11.2017

Die Fläming-Bau-Messe in der Luckenwalder Fläminghalle wurde erstmals ausgerichtet und stieß auf große Resonanz. Interessierte konnten sich dort bei Unternehmen der Region rund um das Thema Hausbau informieren.

16.11.2017

Die Künstlervereinigung Gedok bietet in Rangsdorf regelmäßig Schreibworkshops für Jugendliche an. Die MAZ hat sich einen davon angeschaut.

16.11.2017
Anzeige