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Teltow-Fläming Kein Bus mehr nach Treuenbrietzen
Lokales Teltow-Fläming Kein Bus mehr nach Treuenbrietzen
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00:20 18.12.2017
Niemand wartet an der Bushaltestelle an der B 102 bei Frohnsdorf. Die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming will die Linie in den Nachbarkreis Potsdam-Mittelmark deshalb aufgeben. Ab Januar fährt zwischen Altes Lager und Treuenbrietzen nur noch ein Rufbus. Quelle: Victoria Barnack
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Jüterbog

Der neue Fahrplan der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) gilt seit dieser Woche, doch eine entscheidende Änderung wird erst ab 2018 greifen – und diese sorgt zwar für eine bessere Bahnanbindung, aber auch für Protest.

Die Linie 759 fährt bislang von Jüterbog bis nach Treuenbrietzen, soll aber gekürzt werden. Die neue Endstation heißt dann „Altes Lager, Ahornweg“. Das restliche Stück entlang der B 102 über Tiefenbrunnen und Frohnsdorf wird bald gestrichen.

Ab Januar nur noch Rufbus und ab März gar kein Bus mehr

Schon jetzt wird für die täglichen sechs Fahrten bis Treuenbrietzen nur noch ein Linientaxi als Kleinbus eingesetzt. Ab 1. Januar wird dieses durch einen Rufbus ersetzt. Ab 1. März soll auch diese Option eingestellt werden, wie Dirk Müller, der Verkehrsplaner des VTF, auf MAZ-Anfrage bestätigt.

„Vielleicht drei Passagiere am Tag haben diesen Abschnitt zuletzt genutzt. Da die Bahn auf der Linie RB 33 zwischen Jüterbog und Treuenbrietzen im Stundentakt fährt, haben wir uns gegen die Busfahrten bis nach Treuenbrietzen entschieden“, sagt Müller.

Die Linie 759 sei dafür nun auf alle Bahnverbindungen in Jüterbog und Altes Lager eingetaktet und bedient den Stadtteil Jüterbog II, wo es ebenso wie in Altes Lager eine „erhöhte Nachfrage“ gebe.

„Für Frohnsdorf und Tiefenbrunnen ist Potsdam-Mittelmark zuständig“

Was die geplante Einstellung des Verkehrs nach Treuenbrietzen angeht, sagt Müller: „Die Verantwortung für die Verkehrserschließung von Frohnsdorf und Tiefenbrunn sehen wir beim Landkreis Potsdam-Mittelmark.“ Dort ist man über die Veränderungen auf der Linie 759 sehr erstaunt gewesen. „Das ist eine Konzessionslinie. Die darf nicht einfach eingestellt werden, dafür benötigt man eine Genehmigung des Ministeriums“, sagt Andrea Metzler, Sprecherin des Kreises Potsdam-Mittelmark.

Die RB33 der Odeg fährt parallel zum bisherigen Bus zwischen Jüterbog und Treuenbrietzen, hält auch in Altes Lager, wie auf dem Bild zu sehen, aber nicht in Frohnsdorf oder Tiefenbrunnen. Quelle: Victoria Barnack

Zudem gehöre die Linie 759 zum Schülerverkehr, der auch Schüler aus dem Raum Jüterbog an die künftige Treuenbrietzener Gesamtschule befördern soll. In den gemeinsamen Gesprächen von Schulamt, den zwei Kreisen, der Stadt und den Verkehrsunternehmen sei die Linienänderung „nicht zur Kenntnis gegeben worden“.

Es sei „absolut nicht zielführend, während dieser Gespräche bereits Änderungen am bisherigen Angebot vorzunehmen“, teilte der Fachbereich Verkehr des Kreises Potsdam-Mittelmark dem zuständigen Landesamt mit. Man habe noch kurz vor der Umstellung auf den neuen Fahrplan „vehement protestiert“, sagt Metzler.

Der Widerspruch hatte Erfolg. Die Verkürzung der Linie ab 10. Dezember wurde verschoben und die Überbrückung mit Rufbus bis Ende Februar erwirkt.

Vom Bahnhof zur Gesamtschule sind es 1,7 Kilometer Fußweg

Für die Bürger von Tiefenbrunnen und Frohnsdorf, die keine Haltepunkte an der Bahnlinie haben und auf Busse angewiesen sind, bemüht man sich nun in Potsdam-Mittelmark „Wir haben uns im Landkreis umgehört und sind im Gespräch mit einer Firma, die eine Konzession hat. Wir versuchen nun nach dem 28. Februar nahtlos ein eigenes Angebot zu schaffen“, sagt Metzler. Das hilft zwar den Einwohnern an der Kreisgrenze, aber nicht den Schülern aus dem Raum Jüterbog, die die weiterführende Schule in Treuenbrietzen besuchen. Sie müssen künftig mit der Bahn anreisen und haben dann in Treuenbrietzen noch einen Fußweg von 1,7 Kilometern vor sich.

Die neue Endstation der Linie 759 heißt „Altes Lager, Ahornweg“ Quelle: Victoria Barnack

Von Peter Degener

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