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Teltow-Fläming Kein Ende der Streiks bei Klenk in Baruth
Lokales Teltow-Fläming Kein Ende der Streiks bei Klenk in Baruth
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19:55 26.05.2016
IG-Metaller Ralf Kutzner (l.) spricht in Baruth. Quelle: Hartmut F. Reck
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Baruth

Gut hundert streikende Sägewerker versammelten sich am Donnerstagabend vor dem Werkszaun der Klenk Holz AG im Baruther Gewerbegebiet. Seit Wochen streiken sie etappenweise für höhere Lohnzahlungen, aber vor allem für einen Tarifvertrag mit besseren Arbeitsbedingungen und für die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Zu ihrer Unterstützung kam Ralf Kutzner aus der Gewerkschaftszentrale der IG Metall in Frankfurt am Main nach Baruth. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied schwor die Klenk-Mitarbeiter darauf ein, nicht zu verzagen und weiter zu Streikmaßnahmen bereit zu sein. „Ein Tarifvertrag fällt nicht vom Himmel“, so Kutzner. Er sicherte den Baruthern die weitere Unterstützung der Metallgewerkschaft zu, die auf für die Holzindustrie zuständig ist.

Dabei spielten die Baruther Klenk-Arbeiter eine historische Rolle, betonte der hohe Gewerkschaftsfunktionär, weil „euer Kampf ist der erste in der Holzindustrie in den neuen Bundesländern“, sagte er unterm Applaus und Pfeifengetriller der Streikenden.

Ziel der IG Metall sei es, die Tariflosigkeit vor allem in den ostdeutschen Unternehmen „Betrieb für Betrieb zu beenden“.

Ansprache bei der Kundgebung vor dem Werk. Quelle: Hertmut F. Reck

Viele Unternehmen hätten sich in Ostdeutschland angesiedelt, „um hier Arbeit billig einzukaufen. „Nur noch 48 Prozent arbeiten hier nach tariflich festgesetztem Lohn“, so Kutzner. „Das sehen wir nicht ein, das holen wir uns zurück. Wir fangen hier nicht an und hören hier nicht auf.“

Kutzner forderte die Klenk-Mitarbeiter auf, sich nicht spalten zu lassen, auch wenn man nach mehreren Streikmaßnahmen vielleicht Zweifel an der eigenen Wirksamkeit bekomme. Aber das müsse man jetzt durchhalten.

Zur Nachtschicht haben alle Klenk-Angestellten wieder die Arbeit aufgenommen. Es dürfte aber nicht das Ende der letzten Streikmaßnahme gewesen sein. Der neue IG-Metall-Bevollmächtigte von Ludwigsfelde, Tobias Kunzmann, berichtete, dass er mit dem Klenk-Vorstandsvorsitzenden Markus Adams erst am Freitag kommender Woche einen Gesprächstermin in Berlin-Tegel habe. Er wisse nicht, ob dies eine Hinhaltetaktik sei, aber man werde den Druck aufrecht erhalten. Schließlich gehe es um eine gerechte Entlohnung und nicht um irgendwelche „Forderungen aus Wolkenkukuksheim“. Vielmehr fordere man eine Angleichung an den benachbarten Holzbetrieb Pfleiderer in den nächsten drei Jahren und erst später um eine Angleichung an Westlöhne.

Von Hartmut F. Reck

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