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Teltow-Fläming Kein Platz für Kinderfeuerwehr in Ludwigsfelde
Lokales Teltow-Fläming Kein Platz für Kinderfeuerwehr in Ludwigsfelde
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11:25 19.08.2014
Feuerwehrmann Jürgen Kawall mit den Kita-Kindern. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Kinderlachen und -geschnatter waren Montagvormittag bei der Feuerwehr in Ludwigsfelde zu hören: Zu sehen sind die „Delphin“-Knirpse von der DRK-Kita „Regenbogen“ in der Halle zwischen den großen Tanklöschfahrzeugen nicht, dafür nicht zu überhören. Jürgen Kawall vom städtischen Ordnungsamt ist Kontaktmann zur Stadtwehr und ehrenamtlich selbst im Einsatz. „Man muss schon rechtzeitig für Nachwuchs sorgen“, sagte er. Das ist bei der Ludwigsfelder Feuerwehr nicht anders als in anderen Orten. Deshalb nutzen Kawall und andere gestandene Feuerwehrleute jede Gelegenheit, Kindern zu zeigen und zu erklären wie das ist, wenn man trotz Geburtstags- oder Weihnachtsfeier zu Bränden und Unfällen ausrücken muss. Auch gestern wieder sagen einige der „Regenbogen“-Kinder: „Wenn ich mal groß bin, dann geh’ ich zur Feuerwehr!“ Jürgen Kawall hört es gelassen: „Kämen alle Kinder, die diesen Satz mal sagen, tatsächlich, dann hätte wirklich keine Feuerwehr mehr Nachwuchssorgen.“

Kein Platz für den Nachwuchs in der Kernstadt

Allerdings gibt es auch keine Chance für die Jüngsten, in der Stadt bei der Feuerwehr anzufangen. Für eine Kinderwehr fehlt im Feuerwehrhaus der Platz, erklärt Schütky. In den elf Ortsteilen gibt es bisher drei Kinderwehren– in Ahrensdorf, Kerzendorf und Wietstock „mit insgesamt rund 75 Kindern“, sagt der Stadtwehrchef André Schütky. Vorreiter waren die Kameraden in Ahrensdorf. Dort war im März 2012 die erste Kinderfeuerwehr gegründet worden. Heute nennen sich die Kinder bei den Ahrensdorfern „Löschtiger“. Die machen sich zum Beispiel neben anderen Einwohnern beim Müllsammeln an den Kiesgruben verdient. Bei ihrer jüngsten Aktion fanden sie rund um die Kiesgruben unter anderem ein Feldbett, Windeln, Schuhsohlen, einen Bikini, Kleingeld und ganz viele Flaschen. Kommentar eines „Löschtiger“-Kindes: „Leute, die ihren Müll in die Gegend schmeißen, sind doof.“ Allerdings geht es für die Sechs- bis Zehnjährigen vorwiegend noch um den Spaß in der Gruppe. „Wenn wir die Kinder in diesem Alter nicht für unser Metier begeistern, dann sind sie für uns oft an andere Vereine verloren“, sagt Alexander Pohl, Chef der Ludwigsfelder Jugendwehr.

Jugendmeisterschaft im Waldstadion

Derzeit bereiten sich die Ludwigsfelder Kameraden auf die Landesmeisterschaft der Jugendfeuerwehren am 20. und 21.September im Ort vor. Dafür wird in den kommenden Tagen im Waldstadion ein temporärer Übungsturm zum Hakenleitersteigen aufgebaut. Dieser 14 Meter hohe provisorische Turm „ist auch für eine professionelle Gerüstbaufirma eine Herausforderung“, erklärt Stadtwehrchef André Schütky. Er bedauert es, dass dieser Turm dann wieder abgebaut werden muss. Selbst für die Profis unter den Feuerwehrleuten fehlt im Nordkreis noch immer solch ein Turm zum Üben.

Von Jutta Abromeit

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