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Teltow-Fläming Aus der Gerüchteküche: Zicklein zu Bärenfutter
Lokales Teltow-Fläming Aus der Gerüchteküche: Zicklein zu Bärenfutter
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00:27 18.03.2018
Ziegen in Tierpark in Ostprignitz-Ruppin. Quelle: Peter Geisler
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Luckenwalde

Ingelore Balogh besucht regelmäßig den Luckenwaler Tierpark. Ihr ist aufgefallen, dass die kleinen Zicklein kurz nach der Geburt verschwunden sind. Dabei seien gerade die Jungtiere ihrer Ansicht nach ein Besuchermagnet. Am MAZ-Lesertelefon berichtete sie über ein Gerücht, wonach die Zicklein an die Bären verfüttert würden.

Bären und Luchse sind nicht zu sehen

Die Luckenwalderin möchte wissen, ob dies stimmt und warum die Tiere der Mutter so zeitig entrissen werden. Zudem fragt sie nach, wie viele Bären momentan im Tierpark leben, warum von den Luchsen nichts zu sehen ist und ob, wie offenbar erzählt wird, Erdmännchen erfroren sind oder sich gegenseitig umgebracht haben.

Tierparkdirektor Michael Geißler. Quelle: Margrit Hahn

Angesichts dieser Gerüchte schlägt Tierparkdirektor Michael Geißler die Hände über dem Kopf zusammen. „Die kleinen Ziegen werden keinesfalls den Bären zum Fraß vorgeworfen“, stellt er richtig, „sie bleiben bis zur zehnten Woche bei der Mutter.“ Anschließend werden sie verkauft. Begehrt sind vor allem die Weibchen.

Ziegen gehen an Privatbesitzer

Die meisten Tierliebhaben sehen sie als Haustiere für die Kinder oder als „Rasenmäher“. Im vergangen Jahr wurden sechs Ziegen verkauft. In diesem Jahr haben zwei kleine Geißlein das Licht der Welt erblickt und die sind auch noch bei der Mutter.

Zudem gibt es im Luckenwalder Tierpark nach wie vor zwei Bären, die erst aus ihrem Bau klettern, wenn die Sonne etwas höher steht. Dass sich das Luchs­pärchen in den Sträuchern versteckt, liege in ihrer Natur, so Geißler. Man müsse genau hinschauen, um sie zu entdecken.

Bodenaustausch für die Erdmännchen

Auch bei den Erdmännchen kann der Tierpark-Chef Entwarnung geben. Zwar hätten „die ersten Erdmännchen, die wir angeschafft hatte, das Klima tatsächlich nicht vertragen“, sagt er. Doch daraufhin wurden eine Fußbodenheizung und Wärmelampen installiert. Dann haben sich die Tiere 60 Zentimeter in den Boden gewühlt und wurden verschüttet. Daraufhin erfolgte ein Bodenaustausch. „Jetzt bei dem Lehm-Ton-Gemisch verfestigt sich der Boden mit jedem Regen, sodass die Höhlen nicht mehr einstürzen können“, fügt Geißler hinzu. Somit dürfte es bei den Erdmännchen zu keinen Verlusten mehr kommen.

Alpakas im Luckenwalder Tierpark. Quelle: Margrit Hahn

In den nächsten Tagen wird Nachwuchs bei de Sattelschweinen erwartet. Ob es bei den Alpakas Jungtiere geben wird, ist noch nicht abzusehen. Als nächstes Projekt steht ein Bodenaustausch bei den Rindern an.

Von Margrit Hahn

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