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Keine DNA des zweiten Verdächtigen gefunden

Jüterbog Keine DNA des zweiten Verdächtigen gefunden

Der Prozess gegen einen jungen Jüterboger wegen Brandstiftung an einem Flüchtlingsheim ist am Montag vor dem Landgericht in Potsdam fortgesetzt worden. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie betrunken der Angeklagte tatsächlich in der Tatnacht war – ein Taxifahrer konnte das gut einschätzen.

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Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Der Prozess gegen den 21-jährigen, geständigen Jüterboger Chris P. wegen Brandstiftung an einem Jüterboger Flüchtlingsheim im Oktober 2016 ist am Montag vor dem Potsdamer Landgericht fortgesetzt worden. Dabei wurde das Ergebnis von DNA-Untersuchungen bekannt, die im Ermittlungsverfahren gegen einen Freund von P., der von der Staatsanwaltschaft ebenfalls der Tat verdächtigt wird, beauftragt worden waren.

Spuren an Brandsätzen können nicht zugeordnet werden

Die Spuren an den zwei als Brandsätzen genutzten Bierflaschen konnten demnach nicht dem zweiten Tatverdächtigen, dem 18 Jahre alten Trebbiner G., zugeordnet werden.

„Die Gutachter schließen G. als Spurenverursacher aus“, konstatierte die Staatsanwältin. Das Ergebnis war mit Spannung erwartet worden, da die Spuren vom Landeskriminalamt nicht entdeckt und erst in einer zweiten Untersuchung gefunden worden waren. P. und G. hatten die gesamte Tatnacht gemeinsam verbracht.

Während P. geständig ist, hat G. in dem Prozess wegen versuchten Mordes, der seinem Freund nun gemacht wird, die Aussage als Verdächtiger verweigert.

Taxifahrer bescheinigt, dass der Angeklagte nüchtern war

Nun wurde ein Jüterboger Taxi-Fahrer als Zeuge vor der Großen Strafkammer vernommen. Der 60-Jährige hatte den Angeklagten und den Tatverdächtigen in der Tatnacht gleich zwei Mal gefahren. Er wurde insbesondere zum Trunkenheitszustand von P. und G. befragt. „Als ich sie am Abend am Bahnhof abholte und zu einer Feier fahren sollte, waren sie sehr nüchtern. Wir haben dann verabredet, dass ich sie auch zurückfahre, wenn sie mich bis 4 Uhr anrufen“, sagte der Taxifahrer aus.

„Kurz vor vier meldeten sie sich dann tatsächlich. Ich wunderte mich darüber, dass sie noch immer nüchtern waren, als ich sie abholte, weil sie ja zu einer Party wollten“, sagte der Taxi-Fahrer weiter.

Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn geschildert, dass er in der Nacht im Hof seiner Wohnung mit seinem Vater, dessen Lebensgefährtin und seinem Kumpel viel getrunken hätte, bevor er sich zu dem Anschlag auf das Flüchtlingsheim entschloss.

Von Peter Degener

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