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Keine Gewässer in Ludwigsdorf

Callidus baut Park- statt Seesiedlung Keine Gewässer in Ludwigsdorf

In Ludwigsfelde wird es keine Seesiedlung geben, die Genehmigung für künstliche Gewässer in der Ahrensdorfer Heide wäre zu langwierig und zu ungewiss. Deshalb nimmt der Investor Abstand von diesem Bauplan, die Callidus GmbH schwenkt auf eine Parksiedlung um. In dem neu entstehenden Stadtteil von Ludwigsfelde sollen in wenigen Jahren rund 2000 Familien wohnen.

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Die jüngst entstandene Waldsiedlung.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Es wird im neu entstehenden Ludwigsfelder Stadtteil Ludwigsdorf keine Seesiedlung geben. Diese Idee wird von der Callidus GmbH, dem Investor des riesigen Wohnbau-Areals, nicht weiter verfolgt. Die Firma schwenkt wegen zu langer Genehmigungsverfahren, wie es in der Begründung heißt, auf ein 47 Hektar großes Konzept Parksiedlung um.

Insgesamt sollen in wenigen Jahren rund 2000 Familien dort in der Ahrensdorfer Heide leben. Callidus hatte das vor sich hin dümpelnde Gelände vor wenigen Jahren aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Seit dem Run aus Berlin aufs Umland nach der Finanzkrise von 2008/09 gehen die Grundstücke dort weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch dank dieses Zuzugs hatte Ludwigsfelde im vergangenen Jahr die Marke von 25 000 Einwohnern überschritten. War die Seesiedlung mit künstlichen Gewässern im märkischen Sand nur ein Marketing-Trick, um die Grundstücke besser verkaufen zu können? Callidus-Chef Wolfgang Kleiner winkt ab: „Nee, überhaupt nicht. Das wäre was richtig Schönes geworden. Aber wir hatten diese Siedlung ja noch gar nicht beworben.“ Den Ausschlag, 6,5 Millionen Euro fürs Gestalten der Seesiedlung nicht zu investieren, hätten für ihn die Gespräche bei der oberen Wasserbehörde in Potsdam gegeben. „Es wären zwar weder Wasserwege berührt noch Grundwasservorräte beeinträchtigt worden“, sagte der Manager. „Deshalb hieß es erst, es reichen normale Genehmigungswege. Doch plötzlich wollte man die Obere Wasserbehörde doch dabei haben.“ Das hieß für Callidus praktisch: mindestens vier Jahre Warten auf die Planungsgenehmigung. „Wir hätten uns mit der praktischen Umsetzung auf sechs bis sieben Jahre blockiert, und dann wäre der Ausgang immer noch offen gewesen“, erklärt Kleiner. Trotz der bereits ausgegebenen Planungskosten von 150 000 Euro habe er deshalb die Notbremse gezogen.

Demnächst stellt er seine neuen Pläne für Ludwigsdorf im Stadtrat vor.

Von Jutta Abromeit

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