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Keine Neuauflage für Zentrumsplanung

Blankenfelde-Mahlow Keine Neuauflage für Zentrumsplanung

Mit vier Stimmen Mehrheit hat die Gemeindevertretung das endgültige Aus für das Rathaus abgelehnt. Die BVBB-WG und mehrere kleinere Fraktionen hatten den Ausbau des Standorts in Mahlow und ein kleineres Gebäude in Blankenfelde gefordert. Marion Dzikowski, stellvertretende Bürgermeisterin, warnte vor den finanziellen Folgen einer solchen Entscheidung.

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Seit 2013 sind Teile der Verwaltung in Mahlow untergebracht.

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde. Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow hält an ihren bisherigen Planungen für das Blankenfelder Zentrum fest. Ein Antrag der Fraktion BVBB-WG konnte sich in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag nicht durchsetzen.

Darin hatte die Fraktion gefordert, die bisherigen Planungen zum Rathaus nicht weiter zu verfolgen. „Wir wollten eine Alternative zum Desaster anbieten“, sagte Matthias Stefke, der BVBB-WG-Fraktionsvorsitzende, der MAZ. Nun müsse man abwarten, wie das Oberlandesgericht zu dem strittigen Planervertrag urteilt. Stefke erwartet, dass die Verwaltung nun Vorschläge macht, wie es mit dem Zentrum in Blankenfelde weitergehen soll. Die BVBB-WG und die Fraktionen von CDU, BB/FDP, FWR und WIR, die für den Antrag gestimmt hatten, wollen die Aufteilung der Verwaltung an zwei Standorten beibehalten. Der Sitz in der Ibsenstraße, wo Bürgermeister, Kommunalservice und Kämmerei untergebracht sind, soll eines Tages vom privaten Besitzer gekauft und umgebaut werden. In Blankenfelde soll ein neues, kleineres Rathaus in der Karl-Marx-Straße entstehen. Weil er mit Bus und Bahn gut erreichbar ist, soll der Bürgerservice in Blankenfelde erhalten bleiben.

Geschichte der Rathausplanungen begann vor zehn Jahren

Gerhard Kalinka (Grüne) erinnerte an die Geschichte der Rathausplanungen, die vor etwa zehn Jahren begann. „Wir wollten einen Neubau, weil das jetzige Gebäude zu klein ist und weil es Probleme mit Schimmel und dem Brandschutz gibt.“ Auch der Bau in der Ibsenstraße sei als Verwaltungsbau auf Dauer ungeeignet. „Sie wollen ein halbes Rathaus errichten“, warf Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, den Antragstellern vor. Sollte der Eigentümer des Gebäudes an der Ibsenstraße den Mietvertrag kündigen, stünde die Gemeinde vor einem großen Problem. „Seit drei Jahren bitten wir um ein Kaufangebot – ohne Ergebnis“, sagte sie. Auch für den Gemeindehaushalt bringe das Probleme, da die Gemeinde zwar eine jährliche Miete von fast 230 000 Euro in der Ibsenstraße und 90 000 Euro Betriebskosten für alle Standorte zahlt, ohne einen Gegenwert in der Bilanz zu schaffen. „Wir fressen unser Vermögen auf“, sagte Dzikowski.

Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) warf den Antragsstellern vor, konträr zu dem zu handeln, was sie mit der Ablehnung von außergerichtlichen Verhandlungen zum Planervertrag erst kürzlich bestätigt hatten. „Es ist nicht das Rathaus des Bürgermeisters, sondern Teil eines städtebaulichen Konzepts zusammen mit Parkhaus und Tunnel“, sagte Baier. Dieses Konzept habe die Gemeindevertretung in der vorigen Wahlperiode beschlossen. Selbst eine neue Baugenehmigung und eine Anpassung der Pläne an neue Vorschriften seien vermutlich günstiger als eine komplett neue Planung.

Von Christian Zielke

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