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Keine Reaktion auf 2000 Unterschriften

Berkenbrück Keine Reaktion auf 2000 Unterschriften

Zu warten sind die Berkenbrücker ja gewohnt, wenn es um den Radweg an der L73 von Luckenwalde nach Dobbikow geht. Seit 20 Jahren warten sie darauf. Nun warten sie auch auf eine Reaktion des Infrastrukturministers auf ihre 2000 Unterschriften für den Radwegebau.

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Im Januar sammelten Berkenbrücker Unterschriften für den lang ersehnten Radweg.

Quelle: Margrit Hahn

Berkenbrück. Die Berkenbrückerinnen hatten gehofft, dass die Mühlen der Bürokratie etwas schneller mahlen. Wenn es nach ihnen ginge, könnte der Radweg von Luckenwalde nach Dobbrikow schon längst gebaut sein. Die Radfahrer haben auf der viel befahrenen Straße schon recht brenzlige Situationen erlebt.

Ingrid Schwarzer, Lore Pfeiffer und Dagmar Meier haben 2000 Unterschriften gesammelt und diese mit einem Brief an das Infrastrukturministerium geschickt. „Wir werden von denen, die unterschrieben gefragt, was jetzt passiert. Leider können wir darauf nicht antworten, weil wir es nicht wissen“, sagt Ingrid Schwarzer. Um nicht ganz untätig zu sein, hat sie in dieser Woche wieder Fahrzeuge gezählt: 300 rauschten in einer Stunde durch Berkenbrück. Demnächst soll ein Automat aufgestellt werden, der alle Fahrzeugbewegungen registriert.

Radwege-Förderung 2010 deutlich reduziert

Seit mehr als 20 Jahren setzen sich Einwohner, Ortsvorsteher und Gemeinde für den Bau des Radwegs an der L73 ein. „Mit Antritt des neuen Verkehrsministers Vogelsänger im Jahr 2010 wurden aus uns unverständlichen Gründen die finanziellen Mittel für Radwege drastisch gekürzt“, schreibt Ingrid Schwarzer ans Ministerium. Dabei habe es bereits eine Zusage für den Radweg von Luckenwalde nach Dobbrikow gegeben. Das Projekt wurde in den Stadt-Umland-Wettbewerb aufgenommen.

Kreis verspricht Unterstützung

„Das Land versucht hartnäckig, den Bau zu verhindern“, sagte Nuthe-Urstromtals Bürgermeisterin Monika Nestler im jüngsten Bauausschuss. Sie wollte klären, wer die Planung bezahlt, die Baulast übernimmt und die Ausschreibungen veranlasst. Doch wartet sie noch immer auf einen Gesprächstermin. Laut Nestler verweist das Ministerium darauf, dass es sich um den „grünen Bereich“ handelt, dessen Ausbau nicht Priorität hat. Dass die L73 auch Zubringer zur B101 ist, scheint ihrer Ansicht nach keinen zu interessieren.

Die Berkenbrückerinnen geben sich mit dem jetzigen Stand nicht zufrieden. Sie kämpfen für diejenigen, die diesen Radweg seit mehr als zwei Jahrzehnten fordern. Der Beigeordnete des Landkreises, Detlef Gärtner (SPD), hat sich bei den engagierten Berkenbrückerinnen bedankt. Er versprach, dass sich der Landkreis für eine Lösung des Problems einsetzen wird.

Von Margrit Hahn

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