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Keine Sporthalle als Flüchtlingsheim

Jüterbogs Bürgermeister pocht aufs Schulgesetz Keine Sporthalle als Flüchtlingsheim

Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) ist politisch für einen restriktiven Umgang mit Flüchtlingen. Nachdem es in der Stadt bereits zwei Übergangswohnheime gibt, lehnt er es ab, Sporthallen zur Unterbringung bereit zu stellen. Stattdessen sollten Kasernen-Ruinen aus Kaisers Zeiten renoviert werden.

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Arne Raue (parteilos), Bürgermeister von Jüterbog.

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog. Arne Raue (parteilos) sieht den fortwährenden Zuzug von Flüchtlingen kritisch. Auf seiner Facebook-Seite spricht sich Jüterbogs Bürgermeister sowohl grundsätzlich für Einreiseschranken als auch gegen weitere Flüchtlingsunterkünfte in der Flämingstadt aus. „Ich habe mich entschieden, dem Landkreis keine Angebote zum Beispiel zur Unterbringung von Asylbewerbern im Stadtzentrum und in städtischen Gebäuden zu unterbreiten“, teilt er dort mit.

Vor allem wehrt er sich dagegen, Sporthallen als Unterkünfte zu nutzen. „Als Träger der Aufgabe Schule und Kita werde ich diese Aufgabe erfüllen und den Schulsport realisieren. Das schreibt das Schulgesetz vor“, erklärt Raue seine Position, „hier mache ich keine Abstriche – keine zweckentfremdete Nutzung der Sporthallen ohne Katastrophenfall.“ Stattdessen würde sich das ehemalige militärische Lazarett in Neues Lager als Unterkunft eignen. Das große Gebäude steht seit dem Abzug der russischen Streitkräfte leer. „Dazu müsste sich die Landrätin mit dem Land Brandenburg als Eigentümer verständigen“, so Raue weiter. Er knüpft damit an einen Vorstoß der Kreis-CDU an, alte Kasernen als Flüchtlingsunterkünfte zu nutzen.

„Durch die Landrätin wurde mir Ende dieser Woche mitgeteilt, dass sie für die Stadt Jüterbog statt der bisher geplanten 180 nunmehr voraussichtlich 360 Asylsuchende zuweisen möchte (zunächst)“, ergänzt der Bürgermeister. Offenbar werden verschiedene Standorte geprüft, darunter das alte AOK-Gebäude in der Pferdestraße und „ein geschlossenes Hotel“ – spekuliert wird nach MAZ-Informationen über die „Alte Försterei“ in Kloster Zinna.

Auf wenig Sympathie stoßen die Äußerungen des Bürgermeisters bei der Jüterboger Flüchtlingshilfe. Die Initiative bemüht sich um die Versorgung und Integration der Neuankömmlinge.

Von Alexander Engels

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