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Kennenlernen im Gutshaus

Theater der Begegnung Kennenlernen im Gutshaus

13 junge Leute haben sich am Wochenende im Gutshaus in Wahlsdorf zu einem Kennenlernwochenende für das Theater der Begegnung der Jüterboger Flüchtlingshilfe getroffen. Die Hälfte von ihnen sind Flüchtlinge, die andere Hälfte Einheimische aus der Region.

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Gute Stimmung beim Kennenlern-Treffen.

Quelle: Victoria Barnack

Wahlsdorf. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Klassenfahrt. 13 junge Leute verbringen das Wochenende im Wahlsdorfer Gutshaus, schlafen dort zwei Nächte lang und bleiben bis spätabends wach. Was wie eine Klassenfahrt aussieht, ist der Auftakt des Projekts „Theater der Begegnung“ der Jüterboger Flüchtlingshilfe. Insgesamt haben sich 16 junge Leute aus drei verschiedenen Kontinenten bei Organisatorin Pfarrerin Ramona Rohnstock angemeldet. Dabei soll ein Theaterstück entstehen, das beim Sommerfest im Juni gezeigt wird.

Schon am ersten Abend wird klar: Kontaktschwierigkeiten wird es nicht geben. „Denn viele der Flüchtlinge kommen aus Kulturen, in denen man viel offener und kontaktfreudiger ist als bei uns“, sagte Rohnstock. Unter den acht Deutschen überwiegt das weibliche Geschlecht im Alter von 17 bis 20 Jahren – unter den Flüchtlingen ist es genau umgekehrt: der älteste Teilnehmer ist sogar 37 Jahre alt.

Probleme macht das aber nicht. Die Theaterpädagogin Nicole Kleine leitet die Teilnehmer an den ersten drei Tagen hauptsächlich zu verschiedenen Lockerungsübungen aus der Schauspielwelt an.

Immer wieder kehrt aber auch Ruhe in den Sälen des Wahlsdorfer Gutshauses ein. Dann sitzen alle Teilnehmer verteilt auf drei Gruppen an den Tischen und unterhalten sich. Weltcafé-Prinzip nennen Rohnstock, Kleine und Lilli-Marie Lauschus, die ebenfalls zum Organisatorenteam gehört, diese Sitzungen. „Wir haben unter den Flüchtlingen drei gefunden, die bereit sind, über ihre Geschichte zu sprechen“, sagt die Pfarrerin.

Auf diese Weise lernen sich die jungen Menschen intensiv kennen. Denn unter den Flüchtlingen sind sowohl syrische Kriegsflüchtlinge als auch solche, die aufgrund ihrer Religion oder Ethik verfolgt wurden. „Einige möchten auch gar nicht über ihre Reise nach Deutschland sprechen“, sagt Ramona Rohnstock.

Wie sich das Stück tatsächlich entwickelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. „Nach diesem Auftaktwochenende sehen wir uns zum Glück ja schon sehr bald wieder“, sagt Nicole Kleine. Im Februar folgt das nächste Treffen.

Von Victoria Barnack

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