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Kinder besuchen Modellflieger

Modellflugplatz Höllenberg Kinder besuchen Modellflieger

Kinder aus dem Nachwuchsclub des VDI haben am Wochenende den Modellflugverein „Höllenberg“ in Christinendorf besucht. Dort zeigten ihnen die Modellpiloten, wie ihre Flugzeuge gebaut und gesteuert werden. Mit dabei: RBB-Reporter Ulli Zelle, der seinen Sohn begleitete.

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Volker Stephan (l.) vom Modellflugverein erklärt Kindern und Vätern, darunter RBB-Reporter Ulli Zelle (3.v.r.) den Aufbau und die Funktionsweise der ferngesteuerten Flugzeugmodelle.

Quelle: Matthias Butsch

Christinendorf. Aufmerksamkeit wollen sie erlangen, Interesse wecken für ihr schönes Hobby – die Mitglieder des Modellflugvereins „Höllenberg“ bereiten derzeit den großen Publikumsflugtag vor, zu dem sie am kommenden Sonnabend auf ihren Platz in der Nähe des Trebbiner Ortsteils Christinendorf einladen. „Vor allem auch junge Leute wollen wir ansprechen“, sagt Vereinsvorsitzender Michael Haase, „denn wir sind an Nachwuchs interessiert.“ Über 40 Mitglieder hat der Verein. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 45 Jahren.

VDI-Nachwuchsclub zu Gast

Weitaus jünger waren schon mal die Gäste, die sich am vorigen Sonnabend auf dem grünen Gelände am Höllenberg tummelten. Achtzehn wissbegierige Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren waren mit ihren Eltern am Nachmittag gekommen, um den Flugmodellbau und die Fliegerei einmal näher kennenzulernen. Die Mädchen und Jungen sind Mitglieder des vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ins Leben gerufenen „VDIni-Clubs“. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kinder für Technik und Naturwissenschaft zu interessieren und zu begeistern“, erzählte Bert Nawrotzki vom VDI. „Sie sollen bei verschiedenen Exkursionen auf unterhaltsame und spielerische Weise die Welt der Technik kennenlernen.“ Und bei den Modellsportfliegern war am Sonnabend eine gute Gelegenheit dazu. Unter Anleitung der erfahrenen Modellbauer wurden kleine einfache Gleiter gebastelt, der zweite Vorsitzende des Vereins Volker Stephan erklärte den neugierigen Kindern, wie ein motorisiertes Modellflugzeug aufgebaut ist und wie es in die Luft gebracht wird. Schließlich konnten sich die Kinder beim sogenannten Lehrer-Schüler-Fliegen selbst als Modell-Piloten probieren.

Hintergrund

Der Modellflugverein „Höllenberg“ wurde 1998 von sieben aktiven Modellfliegern gegründet. Heute zählt er mehr als 40 Mitglieder, die aus Berlin und dem südlichen Umland bis hin nach Luckenwalde kommen.

Seit 16 Jahren hat der Verein sein Domizil rund 20 Kilometer südlich der Stadtgrenze von Berlin im Dreieck zwischen den Orten Nunsdorf, Gadsdorf und Christinendorf. Südöstlich des Flugplatzes liegt der Saalower Höllenberg.

Der Modellflugtag am Sonnabend, 4. Juni, von 10 bis 18 Uhr, steht unter dem Motto „Alles, was fliegt“. Dabei wird auch für Kaffee, Kuchen und Getränke sowie genügend Platz für die Picknickdecken auf grüner Wiese gesorgt sein.

RBB-Moderator Ulli Zelle mit Sohn dabei

An all dem fand auch Daniel Mönch Gefallen. Der Zwölfjährige aus Mahlow erzählte: „Ich mache schon Schiffs- und Automodellbau, da ist das hier mit den Flugzeugen für mich sehr interessant.“ Interessiert zeigte sich auch der bekannte Reporter und Fernsehmoderator Ulli Zelle vom RBB. Er war an diesem Sonnabend ganz privat unterwegs und begleitete seinen achtjährigen Sohn Constantin, der Mitglied im VDIni-Club ist. Während der Filius an seinem Gleiter bastelte, schaute sich Ulli Zelle auf dem Platz um, kam mit den Modellbauern ins Gespräch und erfuhr, was am kommenden Sonnabend zwischen 10 und 18 beim Flugtag des „Höllenberg“-Vereins los sein wird. „Ich selbst werde ja nicht dabei sein“, sagte er, „weil ich dann als Reporter eher mit der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin zu tun haben werde. Aber das ist doch hier für mich schon mal eine gute Einstimmung auf die große Schau.“

Publikumsflugtag am Sonnabend

Während es in Berlin wieder um das Neueste der Luftfahrttechnik geht, stehen bei der Schau der Höllenberg-Modellbauer am Sonnabend die Oldtimer-Großmodelle im Mittelpunkt, zum Beispiel die Bücker-Flugzeuge, die einst in Rangsdorf gebaut wurden. „Eine Attraktion wird es sein“, so Vereinsvorsitzender Michael Haase, „wenn im Laufe des Tages zweimal zwei echte Bücker-Flugzeuge über unserem Platz kreisen.“ Zu den Attraktionen gehört auch die legendäre Fokker DR 1. Der Berliner Modellbauer Olaf Wolfsteller hat den Dreidecker, der im Ersten Weltkrieg von dem legendären Manfred von Richthofen geflogen wurde, im Maßstab 1:2,5 nachgebaut und wird ihn dem Publikum präsentieren. „Ansonsten zeigen wir an unserem Flugtag alles, was das Modellflughobby gegenwärtig zu bieten hat“, verweist Volker Stephan auf das volle Programm am kommenden Sonnabend zwischen 10 und 18 Uhr. Das reicht von Anfängermodellen über Segler, Hubschrauber, turbinengetriebene Jets bis hin zu lustig anmutenden ferngesteuerten Fallschirmspringern.

Von Matthias Butsch

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