Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Kinder stürmen den neuen Hort
Lokales Teltow-Fläming Kinder stürmen den neuen Hort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:44 22.02.2018
Endlich ist er fertig, der neue Hort "Groß-Bärenkinder" direkt an der Otfried-Preußler-Schule - Kinder der 1. und 2. Klassen stürmen direkt von der Schule die Treppen hinauf. Quelle: Abromeit
Großbeeren

Nico Junge war der allererste Schüler, der am Montagmorgen kurz nach dem Öffnen um 6 Uhr den neuen und so lange ersehnten Hort „Groß-Bärenkinder“ betrat. Schüchtern stand er am Eingang vor Sabine Rätsch, der stellvertretenden Leiterin. Die empfing ihn mit einem Luftballon und einer Kleinigkeit. Dann bekam Nico schnell Gesellschaft. Und nach der vierten Stunde stürmten Grundschüler klassenweise die Stufen in den hellen Bau hinauf. „Ist das cool, Mann!“, rief ein Junge. Insgesamt können in dem knapp sechs Millionen Euro teuren Neubau nun 278 Kinder betreut werden; 259 sind es zurzeit. Sie alle, Sabine Rätsch und ihre 18 Kollegen haben damit die für 142 Kinder gebaute Baracke an der Bahnhofstraße verlassen. Die war zuletzt einschließlich der Container-Plätze mit teils 260 Kindern belegt.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde Großbeeren mehrfach Anlauf genommen, den vom Land geforderten Ersatz-Bau für das veralteten und viel zu kleine Hortgebäude zu schaffen. Doch mal hatte das Geld nicht gereicht, mal hatte sich keine Firma gefunden. Schließlich hatte der Bau auf dem Gelände des Schulzentrums auch noch gestockt, weil Handwerker und Bauleute knapp waren. Und zum Ärger der Eltern und Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) hing der Start zuletzt an der fehlenden Betriebserlaubnis aus dem Bildungsministerium. Nun ist aller Verzug vergessen. Das zweistöckige Gebäude mit der großen Mensa für Schüler und Lehrer der Otfried-Preußler-Schule ist in Betrieb.

Zwei Schließfächer für jeden Schüler

In den großen Fluren gibt es fast 600 Schließfächer. Sabine Rätsch erklärt: „Jedes Kind hat eines für die Schulmappe und ein zweites für Schuhe und Garderobe. Damit ist der Brandschutz gewährleistet und es liegen keine Sachen herum.“ Dass einige Kinder ihre Hausschuhe vergessen hatten, macht nichts: „Heute ist noch alles sauber und wir haben überall Fußbodenheizung“, so die Vize-Hortleiterin. „Für den ersten Tag haben wir die Hausaufgaben abgemeldet. Wir hatten uns genau überlegt, wer wann welche Gruppen durchs Haus führt und alles erklärt.“

Umzug seit Donnerstag

Als vergangene Woche das grüne Licht zur Inbetriebnahme gekommen war, bestellten Rathausmitarbeiter die Umzugsfirma. Am Donnerstag packten die Erzieher. „Aber das ging ja erst, als alle Kinder nach Haus gegangen waren“, sagt Sabine Rätsch, die sich bei den Eltern herzlich bedankt: „Ohne deren Verständnis, ihre Kinder am Freitag möglichst nicht zu bringe, hätte das nicht geklappt.“ Eltern-Hilfsangebote dagegen hatte sie ablehnen müssen: „Es ist wie beim Privatumzug – man sortiert ja gleich aus, was kann weg, was geht mit.“ Freitagfrüh kamen die Umzugsfirma, bis abends wurde das neue Haus eingeräumt, zum großen Teil mit neuen Möbeln. Sabine Rätsch freut sich: „Jetzt ist überall alles in den Bildungs- und Aktionsräumen zusammen, wir sind richtig euphorisch.“ Und Bürgermeister Ahlgrimm erklärt: „Selbstverständlich gibt es eine Eröffnungsfeier. Im Moment steht aber im Vordergrund, das Gebäude schnellstmöglich seinem Zweck zu übergeben.“

Von Jutta Abromeit

Grünarbeiten an Graben und Teich machen einen alten Erddamm im Niedergörsdorfer Ortsteil Kaltenborn wieder gut erkennbar. Der Wall schützte das Dorf einst vor Hochwasserfluten und den Truppen Napoleons. Die alte Legende von einem Schatz kennt man in Kaltenborn noch heute.

26.02.2018

Mehr als 40 Blitzer stehen in der Region Dahmeland-Fläming und verrichten täglich ihre Arbeit. Die fiesesten blitzen bis zu 30 mal am Tag – und sichern den Betreibern Einnahmen, die in die Hunderttausende gehen.

26.02.2018

Martina Lutz aus Glasow hat eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Sie und mehr als 160 Unterstützer fordern den Erhalt des Geldautomaten im Ort. Die Sparkasse möchte den Automaten nicht mehr in Betrieb nehmen. Neben Kostengründen spielt auch die zunehmende Bedrohung durch gezielte Sprengungen eine Rolle bei der Entscheidung.

26.02.2018