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Teltow-Fläming Kinder tanzen unter kalter Spritzwasser-Dusche
Lokales Teltow-Fläming Kinder tanzen unter kalter Spritzwasser-Dusche
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13:51 10.08.2015
Das Spritzwasser war der Renner bei allen Kindern. Quelle: Abromeit
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Ludwigsfelde

Für die vielen Kinder von Asylbewerbern im Ludwigsfelder Birkengrund war die größte Attraktion beim Sommerfest am Freitag Nachmittag zweifellos das Geschenk des Feuerwehrfördervereins: eine halbe Stunde Spritzwasser. Schnell gab es eine Riesenpfütze, in der sich herrlich moddern ließ. Und die internationalen Hits, die laut über den Hof schallten, taten ein Übriges, gut gelaunt zu sein. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass Leute oder Zutaten nicht pünktlich waren, „noch auf der Piste“, wie Gero Geerds vom Nehemiahof es nannte. Wenn die zurzeit rund 170 Familien und Flüchtlinge aus Syrien, Kamerun oder Afghanistan eines haben, dann ist es Zeit.

Helfer, die ihnen im Birkengrund neben Behörden bei den ganz praktischen Fragen im fremden Land zur Seite stehen, hatten sich ehrenamtlich im Runden Tisch und in der Facebook-Gruppe „Helfen in Lu“ zusammengefunden. Zu ihnen gehört Stefanie Geißdörfer. Sie erzählt: „Gerade diese Woche haben wir eine Familie mit Kindern begleitet, die in Blankenfelde ein neues Zuhause gefunden hat. Dafür sind schon neue Menschen gekommen, wieder aus Afrika.“ Um das Warten auf Entscheidungen wegen der Sprachbarrieren nicht unnötig zu verzögern, sind Anna Wunder und Guido Schulze vom Verein Spas jede Woche mindestens einmal in Luckenwalde bei der Ausländerbehörde, „diese Woche waren es wieder vier Stunden, ehe alle Fragen geklärt werden konnten“, sagt Stefanie Geißdörfer. Das Fest kam mit vielen Spenden zustande, ob DRK-Hilfe, Grillfleisch, Luftballons, Kuchen oder Geld.

Zu die sich für die Schicksale der Fremden interessieren, gehört Familie Böhm. „Die Woche über haben wir nicht viel Zeit mit unseren Kindern. Aber bei Facebook haben wir vom Sommerfest erfahren und kommen gern mit her“, erzählen die Eltern, während der vierjährige Jonas und seine ein Jahr alten Zwillingsschwestern Sophie und Timea neben einem kirgisischen Jungen und einem pakistanischen Mädchen vor dem Wasserschlauch tanzen.

Angesichts tropischer Temperaturen waren schattige Treppenplätze am Hauseingang so schnell besetzt wie die Bänke unter den Bäumen. Der 24 Jahre alte Lengue Axel Landry kam über Spanien aus Kamerun. Er will hier als Amateur Fußball spielen. „Und ich muss einen Beruf lernen für eine gute Zukunft, ganz gern in der IT-Branche“, sagt er. Neben ihm sitzt eine Wietstockerin. Sie wurde gerade Rentnerin. „Ich will mich mal umsehen, ob ich helfen kann. So ein Sommerfest ist eine gute Gelegenheit, Hemmungen zu überwinden“, sagt sie. Und fragt: „Warum bauen wir hier keine Lehrwerkstatt für Handwerksberufe? Da könnten die Leute was lernen, was ihnen überall auf der Welt nutzt.“

Von Jutta Abromeit

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