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Teltow-Fläming Kinder üben als Gardena-Löschgruppe
Lokales Teltow-Fläming Kinder üben als Gardena-Löschgruppe
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04:40 08.09.2016
Die Jüngsten aus der Kinderfeuerwehr haben ihren Spaß beim Spritzen mit Gartenschläuchen. Quelle: Privat
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Ahrensdorf

Mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren ist der kleine Ortsteil Ahrensdorf durchaus jung geblieben. „Wir liegen damit deutlich unter dem Brandenburger Durchschnitt“, freut sich Ortsvorsteher Stefan Scheddin (38).

Der Dorfanger von Ahrensdorf. Quelle: Elinor Wenke

Dennoch ist im Dorf jeder neue Nachwuchs willkommen, auch hinsichtlich des Vereinslebens. Zwar ist die Ahrensdorfer Feuerwehr unter Leitung von Matthias Schulze mit 25 aktiven Mitgliedern solide aufgestellt, „aber uns fehlt die Jugend“, sagt der ehemalige Jugendwart Manuel Jähring (62). Mit nur drei Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr kann derzeit unter anderem keine Wettkampfmannschaft gestellt werden. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir nach längerer Unterbrechung jetzt wieder eine neue Kinderfeuerwehr zusammenstellen konnten“, sagt Manuel Jähring.

Der Feuerwehrgeräteschuppen – die Ahrensdorfer hoffen auf ein neues Domizil. Quelle: Wenke

Jugendwart Harald Conrad ist es gelungen, 16 kleine Brandschutzhelfer im Alter zwischen drei und zehn Jahren zu begeistern. Die Ahrensdorfer hatten die Idee, den Nachwuchs aus den Nachbardörfern einzubeziehen. Seit dem Sommer treffen sich Mini-Floriansjünger aus Märtensmühle, Liebätz und Hennickendorf regelmäßig mit ihren Gastgebern auf dem Dorfplatz in Ahrensdorf, um auf spielerische Art erste Handgriffe des Feuerlöschens zu erlernen. Stolz nennen sie sich die Gardena-Löschgruppe. „Weil sie mit dünnen Gartenschläuchen und einem einfachen Stecksystem üben“, erklärt Jähring, „die großen Schläuche könnten sie überhaupt noch nicht halten.“

Zahlen und Fakten

Ahrensdorf zählt 130 Einwohner und gehört damit zu den fünf kleinsten Orten der Gemeinde Nuthe-Urstromtal.

Im Dorf gibt es 15 Unternehmen, darunter Handwerker, eine Milchviehanlage mit Biogasanlage, einen Forstbetrieb und auch einen Geflügelhof.

Für Freizeitaktivitäten sorgen neben der Feuerwehr eine Rentner- und eine Frauenrunde, die Jagdgenossenschaft, der Werder-Bremen-Fanclub sowie Fußballer und Tischtennisspieler.

Dabei geht es laut Manuel Jähring nicht um das perfekte Einmaleins des Brandschutzes, „sondern wir wollen die Kleinen mit Spaß und Spiel an die Feuerwehr heranführen und sie neugierig machen“. Sie dürfen Feuerwehrautos und deren Technik bestaunen und am Ende des Trainingstages durch eine Regenwand toben.

Stefan Scheddin hofft indes in absehbarer Zeit auf ein neues Feuerwehrgebäude. „Unser alter Schuppen ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt er und strebt gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung Planungen für ein neues Domizil an. Bis dahin muss aus dem alten das Beste gemacht werden.

Meister im Improvisieren

Im Improvisieren sind die Ahrensdorfer eh Meister. Das kleine Dorf hat keine Kirche. „Wir haben es trotzdem geschafft, einen Gottesdienst mit dem Trebbiner Pfarrer zu veranstalten“, berichtet Scheddin. „Wir hatten im Sommer dafür ein Festzelt aufgestellt und einen Tag zuvor noch ein Tischtennisturnier mit 40 Teilnehmern veranstaltet“, berichtet Stefan Scheddin, „es war ein rundum gelungenes Wochenende.“

Von Elinor Wenke

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