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Kindersprint in der Herbert-Tschäpe-Grundschule

Mahlow Kindersprint in der Herbert-Tschäpe-Grundschule

Das Projekt „Kindersprint“ war am Dienstag in der Mahlower Herbert-Tschäpe-Grundschule zu Gast. Auf einem computergesteuerten Parcours rannten die Schüler um die beste Zeit. Das große Finale um den Platz als schnellster Grundschüler der Region steigt am Sonnabend im Südring-Center.

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Unter dem Jubel ihrer Klassenkameraden rannten die Drittklässler gegen die Zeit. Die schnellsten schafften den Parcours in weniger als sechs Sekunden.

Mahlow. Der Sportlehrer mit der Stoppuhr hat ausgedient. Heute messen Lichtschranken auf die Millisekunde genau, wie lange Schüler für eine bestimmte Strecke brauchen – zumindest, wenn man „Kindersprint“ in der Schule hat. Die Mahlower Herbert-Tschäpe-Grundschule hatte das Projekt aus Leipzig am Dienstag zum ersten Mal zu Gast.

Nacheinander mussten die Schüler der Klasse 3c einen acht Meter langen Laufparcours absolvieren. Das Besondere: Der Computer übernahm die Aufgabe des Sportlehrers. Eine Ampel gab den Startschuss, Lichtschranken maßen die gelaufene Zeit. Marie Hühne und Christian Opitz von der Sport- und Eventagentur Expika druckten von ihren Laptop-Bildschirmen die exakte Zeit für jeden Schüler auf einem kleinen Zettel aus. So konnte man sehen, ob man sich verbessert oder verschlechtert hat.

Von Lauf zu Lauf verbessern sich die Zeiten

Drei Versuche hatte jeder Schüler. Im letzten Durchgang stand die gesamte Klasse Spalier und feuerte die Läufer lautstark an. „Erfahrungsgemäß motiviert das zu Bestzeiten“, sagte Marie Hühne. Und tatsächlich: Viele Schüler verbesserten sich unter dem Jubel ihrer Mitschüler um einige Zehntelsekunden. Der Tagessieg ging an Mia. Sie schaffte die Strecke als Einzige in weniger als sechs Sekunden. Der Rekord liegt sogar bei unter fünf Sekunden.

Seit rund sechs Jahren gibt es den „Kindersprint“. „Das Prinzip kommt aus der Leistungsdiagnostik von Fußball und Handball“, sagt Trainer Christian Opitz, „es geht jedoch weniger um Leistung, sondern um den Spaß an der Bewegung.“ Mithilfe des Parcours lassen sich bestimmte Fähigkeiten der Kinder trainieren. Die Ampel gibt vor, auf welcher Seite sie starten – das schult das Reaktionsvermögen. Auf dem schnellen Sprint zum letzten Kegel sollen sie beschleunigen und wenden, um dann auf dem Rückweg im Slalom schnell und exakt durch die Kegel zu spurten.

Erfolg motiviert die Kinder

Die Kinder treten nicht gegeneinander an, sondern gegen die Zeit. „Ihr lauft gegen euch selbst“, sagt Marie Hühne. Durch die Steigerung von Lauf zu Lauf haben die Kinder schnell Erfolgserlebnisse. Das motiviere erfahrungsgemäß am besten. Zudem gebe es so viel Konkurrenz wie im Sportunterricht. „Bisher haben immer alle mitgemacht“, sagt Marie Hühne.

Für Sportlehrerin Nadja Schilkowski ist diese Sportstunde eine willkommene Abwechslung, was vor allem an der Technik liegt. „Leider haben wir als Schule nicht diese Möglichkeiten“, sagt sie. Statt Zensuren bekommt jedes Kind einen Laufzettel mit seinen Zeiten. Dieses Stück Papier ist auch gleichzeitig das Ticket für das große Finale am kommenden Sonnabend ab 10 Uhr im Südring-Center Rangsdorf. Dort treten die Mahlower gegen Schüler der Erich-Kästner-Grundschule aus Wünsdorf und der Theodor-Fontane-Grundschule Ludwigsfelde an. Die Gewinner dürfen sich dann die schnellsten Kinder der Region nennen.

Von Christian Zielke

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