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Teltow-Fläming Kirche will Friedhofskapelle umbauen
Lokales Teltow-Fläming Kirche will Friedhofskapelle umbauen
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00:25 26.03.2018
Eberhard Werner kümmert sich seit Jahrzehnten um seine Frau Doris, die im Rollstuhl sitzt. An den Stufen der Friedhofskapelle scheitern sie.
Blankenfelde

Als am Dienstag ihre Schwester beigesetzt wurde, machte sich Doris Werner später auf den Weg als die anderen Trauergäste. „Wir kamen an, als der Sarg aus der Kapelle getragen wurde“, sagt die 80 Jahre alte Blankenfelderin. Die fünf Stufen der Friedhofskapelle, in der die Trauerfeiern stattfinden, sind für die Frau im Rollstuhl unüberwindbar. Dass die Sargträger den Rollstuhl in die Kapelle hieven, ist aus Versicherungsgründen auch nicht möglich.

Schon bei Beerdigung des Schwagers blieb Doris Werner draußen

Es ist bereits das zweite Mal, dass sie bei einer Beisetzung draußen bleiben musste. Als vor neun Jahren ihr Schwager starb und sie nicht bei der Trauerfeier dabei sein konnte, wandten sie und ihr Mann Eberhard sich an die evangelische Kirchengemeinde, die den Friedhof betreibt. „Damals hieß es, es tut sich was, doch getan hat sich nichts“, sagt Doris Werner.

Grundsätzlich habe sich viel in Sachen Barrierefreiheit getan, sagt Eberhard Werner, der seine Frau, die seit 1990 im Rollstuhl sitzt, begleitet. Doris Werner leidet an Multipler Sklerose (MS), einer chronischen Erkrankung des Nervensystems, die zu Lähmungen führt. An den meisten öffentlichen Gebäuden in der Gemeinde gebe es Rampen, Aufzüge oder Lifte. „Die Situation hat sich in den vergangenen Jahren verbessert“, sagt Eberhard Werner.

Haus und Auto sind rollstuhlgerecht

Das Erdgeschoss des Hauses, in dem sie wohnen, ist mit breiten Türen, rollstuhlgerechtem Bad und einer langen Rampe im Garten ausgestattet. Auch das Auto hat einen dreh- und herausfahrbaren Beifahrersitz, der es Eberhard Werner möglich macht, seine Frau direkt aus dem Rollstuhl ins Auto zu heben. Er hat die große Sorge, dass seine Frau im Falle seines Todes nicht an der Trauerfeier teilnehmen könnte.

In der Kirchengemeinde ist das Thema bekannt. „In einer Welt, in der alle von Barrierefreiheit sprechen, sehe ich das als großes Problem“, sagt Pfarrer Steffen Wegener. Die Kirchengemeinde arbeitet derzeit an einer Lösung.

Kirche kündigt Umbau der Kapelle ab 2019 an

„Es gibt ein Projekt, das wir im kommenden Jahr umsetzen wollen“, sagt Bärbel Wunsch, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats. Die Pläne sehen vor, die Kapelle komplett umzubauen. Dazu wird der Fußboden herausgeschnitten und abgesenkt. Der Keller verschwindet, dafür wird die Tür verlängert. Künftig gelangen Besucher ohne Stufen in die Kapelle. Möglich sei die Lösung, weil das gut 100 Jahre alte Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Von allen Lösungen sei die favorisierte allerdings die mit Abstand teuerste. Man habe sich gegen Rampe oder Lift entschieden. „Wir erhoffen uns, dass durch die Höhe auch der Innenraum gewinnt“, sagt Bärbel Wunsch.

Zurzeit arbeitet die Kirche an der Finanzierung des Kapellenumbaus. Ursprüngliche Pläne, hinter dem Parkplatz ein Gebäude für die Friedhofsverwaltung zu bauen, wurden als zu teuer verworfen. Wegen der notwendigen Sanierung der Kirchtürme in Jühnsdorf und Blankenfelde habe die Planung für den Friedhof geruht.

Von Christian Zielke

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