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Kirchen-Förderverein hat viel erreicht

Mellnsdorf Kirchen-Förderverein hat viel erreicht

Als Sorgenkind kann man die Mellnsdorfer Kirche nicht mehr bezeichnen. Mit der baupolizeilichen Sperrung 1992 und der Abnahme des Kirchenturms zehn Jahre später war sie das einst. 2005 nahmen sich 15 Mellnsdorfer mit einem eigenen Förderverein ihrer Kirche an. Inzwischen ist das Gotteshaus in gutem Zustand.

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Die ersten Schritte sind getan: Die Kirche ist gesichert und der Turm des Mellnsdorfer Gotteshauses ist wieder begradigt

Quelle: Victoria Barnack

Mellnsdorf. Auf den ersten Blick hat die Kirche in Mellnsdorf schon die gröbsten Arbeiten hinter sich. Die baupolizeiliche Sperrung, die im Jahr 1992 verhängt wurde, ist mittlerweile wieder aufgehoben. Der schiefe Turm ist begradigt worden, nachdem er fünf Jahre lang nicht auf, sondern neben dem Gotteshaus stehen musste. Der Holzwurm in den Balken des Turms wurde ebenfalls erfolgreich bekämpft.

Einige Teile der Innenraumdecke sind noch sanierungsbedürftig

Einige Teile der Innenraumdecke sind noch sanierungsbedürftig.

Quelle: Victoria Barnack

Am Ziel sieht sich der Förderverein zur Erhaltung der Mellnsdorfer Kirche allerdings noch lange nicht. „Wir veranstalten noch immer einmal im Jahr ein Benefizkonzert, um Spenden zu sammeln“, berichtet Christa Richter. Sie ist eines von zehn Mitgliedern.

Dorf mit 80 Einwohnern

Nur knapp 80 Einwohner hat das Dorf im Westen der Gemeinde Niedergörsdorf. Der Anteil der engagierten Bürger, die sich für ihr Gotteshaus einsetzen, ist also relativ hoch. „Fast alle stammen aus dem Ort“, erklärt Christa Richter. Allerdings ist auch eine Zugezogene dem Verein beigetreten.

Mit der Gründung des Fördervereins zog im Jahr 2005 nach 13-jähriger Sperrung auch wieder Leben in die Kirche ein. „Denn wenn so ein Gebäude nicht zu betreten ist, muss man noch mehr Angst haben, das sich niemand darum kümmert“, wusste Christa Richter schon damals.

Der Putz im Innenraum wurde vor zwei Jahren abgetragen

Der Putz im Innenraum wurde vor zwei Jahren abgetragen. Neuen Glanz sollen auch die Bänke bekommen

Quelle: Victoria Barnack

Damit der bereits vor der Vereinsgründung abgenommene Turm bald wieder auf dem Gotteshaus stehen kann, begannen die ursprünglich 15 engagierten Mellnsdorfer sofort mit der Organisation von Veranstaltungen. Bei dem ersten Benefizkonzert am 1. Oktober 2005 wurden auch die ersten Spenden gesammelt. Schon zwei Monate später folgte die zweite Veranstaltung.

Saxofon-Ensemble spielt regelmäßig in der Kirche

Bis heute haben diese Tradition. Mit unterschiedlichen musikalischen Gästen konnte der Förderverein zahlreiche Zuschauer in der Kirche begrüßen. „Seit einigen Jahren haben wir die Saxofonisten von ,Tonfall’ regelmäßig hier“, sagt Christa Richter. Das bekannte Ensemble lockt bei dem alljährlichen Konzert inzwischen zahlreiche Besucher an, die auch immer wieder Spenden in der Kirche lassen.

Orgel in der Kirche

Orgel in der Kirche

Quelle: Victoria Barnack

Baustellen, auf denen die Vereinsmitglieder das Geld ausgeben könnten, gibt es noch immer reichlich. Die Arbeiten haben sich inzwischen in den Innenraum verlagert. „Vor zwei Jahren wurde der Putz über den Feldsteinen abgenommen“, berichtet Christa Richter, „er muss nun trocknen. Anschließend möchten wir auch die Bänke neu restaurieren lasen.“

Staub rieselt von der Decke

Außerdem ist gibt es noch vieles im vorderen Teil des Kirchenschiffes zu tun. Von der Decke rieselt dort inzwischen nicht nur Staub herunter. Der Auftrag für die Expertise ist bereits vergeben. Nun warten die Mellnsdorfer mit der Antwort auch auf die nächste Kostenschätzung. Und auch die alten Malereien könnten einen neuen Anstrich gebrauchen, wie es bereits im hinteren Bereich der Kirche geschehen ist. Dort steht inzwischen auch wieder die Orgel einsatzbereit. Sie wurde 2014 restauriert und vom Kantor der Kirchengemeinde Blönsdorf eingeweiht. „Er bespielt sie jetzt wieder regelmäßig“, berichtet Christa Richter.

Von Victoria Barnack

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