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Kirchen-Thriller aus Trebbin

Filmdreh am Löwendorfer Berg Kirchen-Thriller aus Trebbin

Der Berliner Filmemacher Robert Stefan Asang dreht seinen ersten Kinofilm. Es geht um Mord und Verschwörung im Dunstkreis der Kirche. Bis alles im Kasten ist, musste er einiges an Lehrgeld zahlen. Einige Szenen mussten nachgedreht werden, weil die Hauptdarstellerin absprang. Wann der Film ins Kino kommt, ist aber nicht klar.

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Stefan Robert Asang (l.) mit Kameramann Dennis Kiesewalter.

Löwendorf. Auf dem Löwendorfer Berg ist die Sicht schlecht, es ist nasskalt und es regnet. Dugald Ferguson und Joanna Castelli frieren. Trotzdem ziehen sie ihre Jacken aus und klappen den Regenschirm zusammen. Das Schmuddelwetter kommt Regisseur Robert Stefan Asang, dem gebürtigen Schweden, sehr gelegen. „Dann leiden die Akteure noch mehr und es wird noch dramatischer“, sagt der Wahl-Berliner. Nachdem er in der Schweiz und Italien war, kam er jetzt nach Deutschland zurück, um einige Szenen für seinen mystischen Thriller nachzudrehen.

Seit Asang zuletzt auf dem Löwendorfer Berg war, ist viel passiert. Die bisherige Hauptdarstellerin Xenia Seeberg, mit der er 2014 Szenen im Schloss Blankensee gedreht hatte (die MAZ berichtete), ist nicht mehr dabei. „Sie hat sich nicht an den Vertrag gehalten und unmögliche Forderungen gestellt“, erklärt Asang. Er musste die Rolle neu besetzen und Szenen verändern. Mit Joanna Castelli als Claire im Film und Dugald Ferguson (alias Jakobi) habe er die für ihn perfekte Besetzung gefunden.

Die Hauptdarsteller Joanna Castelli und  Dugald Ferguson auf dem Löwendorfer Berg

Die Hauptdarsteller Joanna Castelli und Dugald Ferguson auf dem Löwendorfer Berg.

Quelle: Margrit Hahn

„Nachdem wir den halben Film neu bzw nachgedreht haben, bin ich glücklich und zufrieden. Es ist wirklich großes Kino geworden“, sagt Asang. Vor zweieinhalb Jahren hat er mit den Vorbereitungen für den Thriller „Cruor“ begonnen. Mord, Kirche und der heilige Gral, darum dreht es sich in dem mystischen Thriller, nach dem Roman „Cruor“ des Schweizer Autors Herbert Blaser. Asang hatte sogar einen Priester als Berater an seiner Seite. Das Filmende weicht von der Vorlage ab und lässt ein Fünkchen Hoffnung. „Nachdem ich zum Ende der Dreharbeiten so viel Glück hatte, glaube ich sogar an Gott“, fügt Asang hinzu. Auch wenn er vorher gewusst hätte mit wie vielen Schwierigkeiten so eine Produktion verbunden ist, würde er es wieder machen.

In dem Film geht es um einen Schweizer Journalisten, der mit zwei Professoren der Uni Basel einen Betrug entlarvt. Er setzt die zwölf Thesen auf, aber kurz bevor diese publiziert werden, wird der Verleger und alle, die in Berührung mit den Thesen kamen, auf mysteriöse Weise umgebracht. Polizei und Politik stecken in der Verschwörung mit drin. Deshalb wird es für Ermittler Jakobi, der den Verleger-Mord betreut, gefährlich, als er auf Parallelen zu einem Massenselbstmord stößt. Er taucht unter und bekommt Hilfe von der intelligenten Studentin Claire, die ihm mit ihren Theologiewissen zur Seite steht. Sie war Studentin bei einem der ermordeten Professoren und hat tiefe Einblicke in den historischen Betrug um die Bibel gewinnen können. Doch die Zeit drängt, und der Feind ist mächtig.

Hintergrund

170 Akteure sind für den Thriller „Cruor – Verdammnis im Blut Gottes“ vor und hinter der Kamera im Einsatz.

150 000 Euro hat Robert Stefan Asang an Privatkapital investiert. Er ist Regisseur und meist auch Kameramann. So kann er mit einem Zehntel des üblichen Kinofilm-Budgets drehen.

150 Drehorte in 70 Gegenden wurden für den 90-minütigen Streifen angefahren.

Am 7. November sollen alle Außenaufnahmen im Kasten sein. Viele Drehorte wird man später im Film nicht wiedererkennen. Das Büro von Trebbins Bürgermeister Thomas Berger und der Sitzungssaal im Rathaus aber schon. „Mark Standley hat als Cutter ganze Arbeit geleistet“, lobt Asang. Ende März soll der Film fertig sein. Der Kinostart steht noch nicht fest.

Von Margrit Hahn

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